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Freitag, 10. Juni 2016

"Genug ist nicht genug" - Mehr Bilder von Arseniy Lapin



"Lunar King", Mondkönig, nennt der Künstler diese Vision. Für mich enthält dieses Bild alles was man über Nacht sagen kann. Es ist eine "zerbrechliche" Vision, Malerei die sich in Auflösung zu befinden scheint. Kreisende Atome, die nichts als der Wille des Küstlers und die Aufmerksamkeit des Betrachters zusammenhält. So entstehen Träume, so geht man in die Nacht und die ihr eigenen Bilder die uns umgeben und sich gleichzeitig entfernen. Da ist einer sehr fragwürdige Sicherheit im irdischen und ein nur flüchtiges Versprechen im kreisenden Universum. Farben sind Alles: Inhalt und Schein. Der Mondkönig und sein Hund laden ein zu einem Spaziergang in die Nacht.


In eine verwandte und doch ganz andere Welt entführt mich das Bild "Feuervögel". Die Nacht ist dunkler, nicht durchschienen vom Versprechen eines neuen Tages wie der Himmel im "Mondkönig". Und der idianisch wirkende Trommler, der einen Bergpfad beschreitet und dabei musiziert, ist nicht wirklich erdverbunden, sondern hebt ab in die Sternenwelt die sein Zuhause ist. Südamerikanisch wirkt auch der Teppich aus Feldern und Wiesen in dem die Firgur nur noch flüchtig verwurzelt ist. Und auch die "Feuervögel" auf der Trommelhaut sind unterwegs in das Universum aus dem wir kommen und in das wir gehen. Schon beim nächsten Wimpernschlag sind sie nicht mehr da. Ein Bild das Mut macht und tröstet.
Ich werde nie müde werden diese Bilder zu betrachten und freue mich schon auf die nächsten die auf dem Weg zu mir sind.
"Genug ist nicht genug! ... Genug kann nie und nimmermehr genügen!" (Conrad Ferdinand Meyer)

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnacht





Es war Nacht und dunkel wie immer.
Alle Schafe im Pferch waren ruhig und schliefen.
Da fiel vom Himmel ein heller Schimmer
und es war als ob Stimmen riefen:
"Geht hin und seht das Kind im Stall
und verkündet dann all überall
das könnte der Retter der Menschheit sein."
Dann schwand er wieder vom Himmel, der Schein,
und das Dunkel danach war noch schlimmer.

gelang 2015

Samstag, 12. September 2015

Fenster



Siehst Du die hellen Fenster der Stadt?
Leuchtende Sterne in dunkler Nacht.
Wohl dem der schlummert oder wacht:
Und dem, der noch ein solches Fenster hat.

Zu viele sind nun heimatlos, vertrieben,
Hinaus in eine finstre Welt gestreut.
Wenn sich Dein Auge noch am Licht erfreut:
Öffne Dein Fenster und zeig dass wir sie lieben!






























gelang 2015



Samstag, 11. Juli 2015

Bedenke Morgen ...


Nun ruht die Welt in tiefer Nacht,
die Sterne gehen ihre Runde
und zählen Jahre Dir und Stunde
und drängen Dir das Wort zum Munde:
"Gesegnet sei der Tag an den ich nicht gedacht!"

So viele Tage gingen unbedacht vorbei,
sie alle hielten Kostbares verborgen:
Glück nicht gehabt ... und nicht gewollte Sorgen. 
Und jetzt stehst Du auch wieder da vor Morgen,
Vor einem neuen Tag von Einerlei.

Freitag, 10. Juli 2015

Tag und Nacht - Leben und Tod - Insomnia


Der Tag war hell und voll von schnellen Dingen,
die um Dich her nur Last und Hektik schufen:
die Stunden ausgelegt wie Fallenschlingen, 
die Du gefordert warst alleine zu bezwingen.
...
Hörst Du die Nacht jetzt nach Dir rufen?
Erhöre sie. Hör auf mit ihr zu ringen!

gelang 2015

Dienstag, 30. Juni 2015

Zeit ertragen


Schon ruft die Nachtigall ihr wirres Lied hinaus
in eine Stunde die den Grillen vorbehalten war,
Venus steigt auf am Himmel, hell und klar
und neuer Tag senkt sich herab aufs Haus.

Ein Tag der niemals wiederkehrt,
einer der keine Reue kennt,
der nur ein Datum für Dich nennt,
ein Tag den Du niemals begehrt.

So kommen sie und gehen, alle Tage!
Du siehst sie ohne sie zu sehn.
Und keiner bleibt je für Dich stehn.
Ertrage sie! Doch ohne Klage.

gelang 2015

Donnerstag, 25. Juni 2015

Kerze - Ein Gedicht ohne Reim aber mit Inhalt!


"Wofür brennt diese Kerze?" wurde ich gefragt.

"Für Tag, Nacht, Leben, Tod." hab ich gesagt.

Ist dieser Mensch so dumm?!
Wie kann man eine solche Frage stellen? ...

Es fragt sich: Wer hat sie gestellt? Und auch: Warum? ...

Ihm sei sie erlaubt! Das Licht wird sie erhellen!

gelang 2015

Mittwoch, 17. Juni 2015

Lebensende?


Mir scheint die Stunde länger als gedacht,
mein Leben länger als von mir gewollt.
Mir ist nicht Angst vor Donner wenn er grollt,
ich fürchte nur die schnelle Nacht!

gelang 2015

Dienstag, 2. Juni 2015

Parterrewohnung bei Sonnenaufgang - Ein "Gedicht"




Sonnenhaut überwandert die Außenwand.

Jeder Riss im Verputz,
jede Pore im Stein wirft ein sichtbares Dunkel.

Selbst Schatten zerbröseln im scharfen Licht!

Nur hinter den Fenstern,
in ihren entrückten und einsamen Tiefen,
wacht ewigscheinende Stille
und nichts als blinde Nacht.





gelang 2015

Donnerstag, 7. Mai 2015

Blaue Stunde - Ein Gedicht von gelang




Die Sonne flutet durch die Stadt
Und schmilzt die harten Wolkensäume;
Nachtdunkel werden alle Schattenräume:
Blattgold und Kupfer ist das Laub der Bäume
Und selbst ihr müder Staub erglänzt noch matt.





Nun tritt ein Denken in den Klang der Zeit,
Das keinen Anfang findet im Gewühl der Tage,
Nicht ein Mal Antwort ist und niemals eine Frage,
Nur eine ungewollte Furcht vor zu viel großer Klage
Und nicht für all den Kummer einer Zukunft je bereit.



Doch wenn die Flut am Horizont zerbricht,
Dass blau die Stunde in die Nacht sich wendet,
Wenn jeder Vogelruf in tiefem Schweigen endet
Und nur noch Echos aus dem stummen Himmel sendet,
Wird aus den Traumgedanken endlich wieder klares Licht!







gelang 2015

Sonntag, 19. April 2015

Im Siebenmühlental - Ein Gedicht




























Noch lehnt die Sonne an den Tannenstämmen
die hangwärts Haupt in Haupt verschlungen stehn.
Sie ist bemüht die Strahlenflut zu dämmen, 
es ist schon spät, sie vor dem Untergehn.

Der Wind kommt leise, hier will er nicht stören,
und streift den Wald wie Saiten einer Harfe, sacht.
Da summt und tönt es in den Wipfeln ohne aufzuhören:
stumm geht der Tag und klingend naht die Nacht.

Das Firmament glüht auf in weiter Himmelsrunde,
die Sterne leuchten hell im Tannenreigenhaar.
Die bleichen Stämme schimmern selbst zur Mittnachtstunde
wie schlanke Kerzen, hoch und klar.

Steht dann der neue Tag, heut so wie gestern,
im Osten zitternd auf des Messers Schneide,
dann webt der Nebel Schleier für die Tannenschwestern
und streut Tauperlen auf die kühle Weide.

Ich will hier warten noch und träumen,
bis durch den Nebel Morgensonne bricht
und in den längst verstummten Bäumen
der erste Vogel einen Segen spricht.




















gelang 1964








Freitag, 19. September 2014

Jakob ringt mit dem Engel (Gen. 32, 23 - 31)



Ich suchte Dich nicht. Aus Paradiesesfernen
kamst Du zu mir. Unter den hohen Feuersternen
liegen wir Brust an Brust, Liebenden gleich.

Deine Haut ist weich ...

"Ich suchte Dich nicht, ich wurde gesandt
von Gott." sagst Du und hast Dich abgewandt.
Du bist keiner den man leicht gehen lässt.

Ich halte Dich fest ...

Wir suchten uns nicht und haben uns doch gefunden.
Ich ringe mit Dir und in den langdurchwachten Stunden 
werde ich überwunden ...

Du hast mich verletzt.
Segne mich ... Jetzt!

(gelang, 1988)

Dienstag, 12. August 2014

Schreie in der Nacht

Zugegeben, die "Aussicht" vom Krankenzimmer ist nicht gerade geeignet die Stimmung zu heben, sollte diese sich im Keller befinden. Aber soooo trübselig ist mein seelisches Befinden am Abend gar nicht. Der Augeninnendruck im operierten Auge ist stabil im "gesunden" Bereich, also kein Grund für Depression. Und ehrlich gesagt ist es mir nur langweilig. Lesen oder fernsehen auf dem iPad geht nur begrenzt, dann muss ich die Augen schließen, weil ein leichtes Brennen aufkommt. So zieht sich also der Abend in die Länge. Als die Nachtschwester fragt ob ich "etwas zum Schlafen" brauche, sage ich nein. Zwei mal habe ich mir eine Schlaftablette geben lassen und auch gut geschlafen, aber heute Nacht schnarcht ja niemand außer mir, denke ich, da habe ich Schlafhilfsmittel nicht nötig. Schließlich möchte ich ja nicht süchtig werden. Das ist ein Scherz. Schließlich bitte ich aber doch um "etwas zum Einschlafen" und sie gibt  mir eine Baldrianpille. Um 22 Uhr mache ich das Licht aus und schlafe bis 2 Uhr.
Dann weckt mich ein Schrei. Dass mich der Schrei weckt, kann ich nicht beschwören. Kann sein, dass es ein leichter Harndrang ist. Andererseits ist der nicht so, dass ich sofort aufstehen und die Toilette aufsuchen muss. Auf jeden Fall höre ich dann den Schrei. 
Um 2 Uhr nachts ist die Stille beinahe spürbar. Sie steht wie ein schützender Block im Raum, getragen vom Grundsummen einer Großstadt vor den schalldichten Fenstern und dem steten Betriebsgeräusch des Krankenhauses. Die Fenster sind allerdings gekippt wegen der Hitze am Tag. Und der Schrei kommt von draußen. Der verzweifelt klagende Schrei eines Kindes, hoch und anhaltend. Dann Stille. Dann der nächste Schrei. Jetzt bin ich hellwach. Und dann erinnere ich mich an eine andere Nacht, in der ich so schrie.
Es war 1944. Wir wohnten in Waldenbuch, aus Stuttgart wegen der Bombenangriffe evakuiert. Waldenbuch war ruhig, man hörte nachts nur die Flugzeuge beim Überfliegen. Erst vor kurzem wurde ich mit der Mutter und den älteren Schwestern "wiedervereinigt", man hatte mich, so lange die Familie noch in Stuttgart lebte, bei einer Tante in Schwenningen "in Sicherheit gebracht. Aber Schwenningen wurde dann auch angegriffen und so ... Auf jeden Fall war ich für die jüngere meiner Schwestern und deren gleichaltrige Freundin Gudrun ein willkommenes "Spielzeug". Ich diente als Puppenersatz. Und dann kam den beiden eine wunderbare Idee.


Autos waren sowieso eine Rarität, Autofahren also ein begehrtes, aber unerreichbares Abenteuer. Es sei denn, man wird so schwer krank, dass man per Ambulanz nach Tübingen ins Krankenhaus gebracht werden muss. Und selbstverständlich braucht der Kranke Begleitung, jemand aus der Familie, der Händchen hält ... Es gelang den Mädchen, wie auch immer, auf jeden Fall köderten sie mich mit der Aussicht auf eine Autofahrt, mir beizubringen, wie man glaubhaft eine akute Blinddarmentzündung simuliert. Der Überlieferung zufolge war unser Vater, kurz vor meiner Geburt an Magenkrebs verstorben, ein begnadeter Laienschauspieler. Das Gen zeigte Wirkung. Meine Vorstellung eines akut an Blinddarmentzündung erkrankten Kindes geriet so überzeugend, dass ich per Ambulanz, mit jaulender Sirene und Blaulicht, nach Tübingen gefahren wurde. Die Mutter begleitete mich. Meine Schwester und ihre Freundin waren zutiefst enttäuscht.
Es ist klar, dass mir die Tragweite meiner Beteiligung an dieser Komödie nicht bewusst war und so geriet sie schnell zum Drama. Ich wurde in die Kinderabteilung aufgenommen, die Mutter fuhr nach hause und ... ich schrie! Ich schrie wie nur Kinder schreien können, hoch und lang, mit kurzen Pausen zum Luft holen. Wenn Verzweiflung eine akustische Entsprechung hat, dann ist es der Schrei eines Kindes in höchster Angst.
Solche Schreie hörte ich in dieser Nacht!
Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Mein Schreien steckte die anderen Kinder an. Es gelang der überforderten Krankenschwester nicht mich zu beruhigen. Frustriert schloss sie mich kurzerhand in der stockdunklen Wäschekammer ein. 
Ich leide an Klaustrophobie und ich denke, ich weiß warum.
Am nächsten Abend holte mich unsere Mutter wieder ab. Wir fuhren mit dem klapprigen Autobus. Meine Schwester und Gudrun durften wieder nicht mitfahren. Ab sofort war ihnen das Spielen mit mir nicht mehr erlaubt.

Ich liege auf dem Krankenhausbett und lausche. Da kommt er wieder. Der Schrei ist keine akustische Täuschung. Hoch und lang: Der Schrei lähmt mich. Ich kann nicht verstehen, warum man ein Kind in einem Krankenhaus so schreien lässt und mit einem unguten Gefühl denke ich daran, wie man mich damals "beruhigte". Dann versuche ich den Schrei zu orten. Er dringt nicht aus dem Gebäude in dem ich mich befinde. Er kommt von draußen. Immer und immer wieder. Ich stehe auf und gehe zum Fenster. Es lässt sich nicht öffnen, nur kippen. Da ist er wieder: hoch und lang ... und dann wird er tiefer, wird  zum Brüllen. 
Da schreit kein Kind, sondern ein Mann! Ich hörte bisher nur die hohen Frequenzen. 
Ist es möglich, denke ich, dass man einen Menschen solche Qualen erdulden lässt, dass er so schreit?In diesen Zeiten medizinischer Wunder?
Dann denke ich an die Nacht in der mir die Polizei telefonisch mitteilte, dass meine Schwester, die so gerne Auto fahren wollte, sich das Leben genommen hat und im Leichenschauhaus liegt. Das war in Indianapolis, USA. Es regnete in Strömen. Ich ging, tränenüberströmt, zum World War Memorial, ein gigantisches Bauwerk auf einem riesigen Platz, und schrie und schrie. Niemand hörte mich. Sie war 28 Jahre jung. So blieb sie mir in Erinnerung. Erst vor wenigen Nächten sah ich sie im Traum. Wir hatten Streit, ich schrie sie an, dass sie mich unsäglich enttäuscht habe und schleuderte ein triefend nasses Putztuch in ihr junges Gesicht und schlagartig war sie alt und hatte schneeweißes Haar. Sie sah mich nur an und ich weinte ...
So geschrien habe ich dann nur noch einmal, vor noch nicht all zu langer Zeit. Ich sah mein Leben, meine Zukunft in sich zusammenfallen, sich auflösen. Ich konnte nicht mehr schlafen und eines nachts stand ich auf, zog mich an und ging in den Wald. Ich ging tief hinein, weit weg von jeder Behausung. Und dann schrie ich, nein, ich brüllte wie ein Tier bis mir nur noch ein tiefes Keuchen möglich war. Es half mir zu überleben. ...
Ich legte mich wieder auf das Bett, in der Hoffnung, dass die Schreie aufhören, dass jemand dem Schreienden helfen würde, und wartete gleichzeitig auf den nächsten. Schließlich stand ich auf und schloss die Fenster. 
Mein Schlaf war danach aber eher nur ein unruhiges Schlummern und ungeduldiges Wachliegen und schließlich stand ich auf, zog mich an und fuhr hinunter ins Erdgeschoss. Es war, als wäre ich der einzige Mensch auf der Welt. Die Schreie hatten aufgehört. Schrie da überhaupt jemand? 
Ich trat auf die Straße und fotografierte den anbrechenden Tag. 



Um 10 Uhr war ich entlassen und fuhr mit dem Bus nach hause. Am 3. September wird das linke Auge operiert. Man sieht sich.

Mittwoch, 6. November 2013

Venedig am Morgen, Mittag, Abend, bei Nacht ... Sie ist unvergleichlich "La Serenissima"!


Wenn jemand es versteht Licht in Sprache auszudrücken, dann bitte ich sie/ihn sich zu melden. Und wenn es jemand gelingt diese Stadt in all ihren Erscheinungsformen wiederzugeben, dann würde ich "jemand" gerne kennen lernen. Man kann tausende Fotos machen, das Eine, Wahre, das den Augenblick einfängt ist nie dabei! Jedes Bild Venedigs versinkt sofort in den Wassern der Kanäle und der Lagune. Man muss immer wieder zurück kommen, um diese Augenblicke zu erleben, nicht, sie festzuhalten ...

Licht atmet, es lebt von Luft, ihre molekulare Zusammensetzung bestimmt seine Erscheinung. Darum ist "klares" Licht in Venedig immer seltener. Luftfeuchtigkeit und Abgase bestimmen das Bild.

Die Wand dann zu "erwischen", wenn sie genau die Farbe hat, die man sieht, wenn sie sich mit ihrem Bild auf die Seele legt, ist sehr schwierig. Eigentlich unmöglich. Man lügt sich selbst an und sagt: "Ja, das ist es ... Genau so habe ich es gesehen! ..."

Wenn man aber bereit ist, die Stadt so zu sehen, wie Rilke das in Worten ausdrückt: "... und Reih'n von Spiegelbildern ziehn aus dem Kanale ..." Dann gibt sie sich wirklich zu und sagt zu Dir: "Ich bin da!"

Nicht nur am Rialto, oder an der Piazza San Marco. Ich bin eine Stadt mit Menschen die in mir leben und die wissen, dass meine Fundamente aus Holz bestehen und im Wasser verankert sind.

Keine Stadt ist so "vergänglich" wie Venedig und trotzdem wird sie so behandelt, als könnte eine Versicherung sie retten. Ehrlich gesagt kann nur Geld sie retten, aber "ehrliches" Geld, nicht das von Reedereien, die ihre Riesenschiffe tagtäglich in die Stadt lotsen lassen und die Fundamente aushöhlen und mit den Abgasen die Steine schädigen.



Der Bürgermeister sagt, dass diese Schiffe Geld bringen, aber sie bringen mehr Schaden als Geld und das zählt im Endeffekt. Es denkt wohl jeder: Sie steht doch noch! ...







Venedig muss man sehen, wirklich sehen, mit den Augen und der Seele erleben. Die Stadt, ihre Substanz, ihre Inhalte, ihr unvergleichliches Äußeres und Inneres weiß das und sie lässt es jeden Besucher, der es haben möchte, miterleben ... Ach, ich wünsche mir, ich könnte es besser beschreiben!