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Samstag, 20. Mai 2017

Farben




Wohin geht Liebe und mit ihr die Farben
die einst in einem bunten Himmel spielten,
die um ein "bleibe mir doch" ständig warben
und auf ein: "Bitte ewig!" dabei zielten
und die verblassten ohne sich bewusst zu zeigen?

Wohin geht Liebe die nicht weiß wohin?
Auf Wege die nicht gangbar sind und nur ihr eigen
und findet Träume die der Wind zerstiebt,
wie Farben auf der Straße die ein Kind geliebt
und dort vermalte ohne Ziel und Sinn.

Wohin geht alles das verloren ist?
Die Farben nicht allein und nicht das Kind
das neue Träume findet und sie malt.
Womit wird dies und mehr bezahlt,
das sich allein an Farben misst?

Wohin hat sich mein Herz gewandt
als ich es fort gab um der Liebe Willen?
Und welche Farbe kann den Hunger stillen
nach neuen Träumen die es einst erfand?
Und die mein Sehnen nie vergisst!

jakob gelang, 20. Mai 2017


Freitag, 10. Juni 2016

"Genug ist nicht genug" - Mehr Bilder von Arseniy Lapin



"Lunar King", Mondkönig, nennt der Künstler diese Vision. Für mich enthält dieses Bild alles was man über Nacht sagen kann. Es ist eine "zerbrechliche" Vision, Malerei die sich in Auflösung zu befinden scheint. Kreisende Atome, die nichts als der Wille des Küstlers und die Aufmerksamkeit des Betrachters zusammenhält. So entstehen Träume, so geht man in die Nacht und die ihr eigenen Bilder die uns umgeben und sich gleichzeitig entfernen. Da ist einer sehr fragwürdige Sicherheit im irdischen und ein nur flüchtiges Versprechen im kreisenden Universum. Farben sind Alles: Inhalt und Schein. Der Mondkönig und sein Hund laden ein zu einem Spaziergang in die Nacht.


In eine verwandte und doch ganz andere Welt entführt mich das Bild "Feuervögel". Die Nacht ist dunkler, nicht durchschienen vom Versprechen eines neuen Tages wie der Himmel im "Mondkönig". Und der idianisch wirkende Trommler, der einen Bergpfad beschreitet und dabei musiziert, ist nicht wirklich erdverbunden, sondern hebt ab in die Sternenwelt die sein Zuhause ist. Südamerikanisch wirkt auch der Teppich aus Feldern und Wiesen in dem die Firgur nur noch flüchtig verwurzelt ist. Und auch die "Feuervögel" auf der Trommelhaut sind unterwegs in das Universum aus dem wir kommen und in das wir gehen. Schon beim nächsten Wimpernschlag sind sie nicht mehr da. Ein Bild das Mut macht und tröstet.
Ich werde nie müde werden diese Bilder zu betrachten und freue mich schon auf die nächsten die auf dem Weg zu mir sind.
"Genug ist nicht genug! ... Genug kann nie und nimmermehr genügen!" (Conrad Ferdinand Meyer)