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Sonntag, 2. August 2015

Vor Sonnenaufgang




Der neue Tag haucht Licht wie dünnes, blaues Eis in's Glas der Fensterscheiben,;mit leichter Hand spielt eine Brise im Hibiskusbaum,
die Blätter flattern wie erschreckte Vögel die nicht fliegen können
und hilflos an den Ästen hängen bleiben.

Jetzt ist die Zeit für einen letzten Traum der mit der Seele ringt;
die Uhren ticken Säume in die Ewigkeit.
Sie nähen einen Tag der allen andren Tagen gleicht
und der doch immer Neues mit sich bringt.

Noch schläfst Du und weißt nicht was auf Dich wartet in der Frühe;
im Osten schiebt sich fahle Helle in den Himmel;
ein Augenblick der Stille ist noch Deinem Traum gegönnt
und Du kannst ruhig atmen vor des Tages neuer Mühe.




gelang 2015

Mittwoch, 1. Juli 2015

Frage nicht, ein Zeitgedicht


Würdest Du Morgen Gestern fragen
warum es Heute war?
Eines ist klar:
die Antwort kann Dir niemand sagen!

Die Zeit vergeht auf ihre Weise
und Du gehst einfach mit.
Begleite sie auf ihrer Reise
und halte Schritt!

gelang 2015

Donnerstag, 22. Januar 2015

Im Schwarzwald 1


Morgen

:

Die Luft ist Balsam, milde Wonne,
im Baumgewirr die Morgensonne
schlägt Funken aus dem Tau der Nacht. 

Dunstverhüllt ist noch das Tal,
die Farben wirken flach und fahl,
sie sind noch nicht vom Schlaf erwacht.

Doch mit entferntem Glockenklingen
beginnt die ganze Welt zu singen
und strahlt in neuer Pracht.


gelang 1965


Freitag, 1. November 2013

Venedig bei Tag und Nacht


Wann ist Venedig am schönsten? Darauf gibt es keine Antwort außer: Venedig ist IMMER am schönsten! Das betrifft die Jahres- so wie die Tageszeit. Im Sommer sollte man die Stadt allerdings nur besuchen, wenn man Menschenmassen mag, was nicht heißt, dass zu anderen Jahreszeiten keine Menschenmassen da sind, aber es gibt doch Unterschiede. Auch was den Geruch angeht ...

Sie kommen ...
... sind da! ...

Irgendwann wird diese Brücke in den Kanal einstürzen ...
Am Rialto und auf dem Markusplatz.

... und gehen. Viele. Viel zu viele!
Aber es gibt noch stille Augenblicke. Am ganz frühen Morgen, wenn die männlichen Reinigungskräfte die Piazza vom Unrat des Vortages befreien.
Und die Stille ist wunderbar, nur vom Glockenschlagen unterbrochen und vom Glucksen der kleinen Wellen, die sanft an die Stufen spülen, weil noch keine Motorboote über das San Marco-Becken rasen. Das muss man genießen!






















Noch ist die Beleuchtung eingeschaltet ...















... aber jetzt übernimmt das Tageslicht.




















Und der Tag bekommt seine bekannte Kontur ...


Fortsetzung im nächsten Kapitel.