Sonntag, 26. Oktober 2014

Vier Engel am Sonntag


Es ist wirklich kaum zu glauben, dass die Sonne einen Menschen unter die Erde treiben kann. Jaja, ich weiß, "Jetzt klagt er wieder über seine Augen"! Aber wer sollte sonst darüber klagen, wenn nicht ich? Und wem sollte Klagen nützen, wenn nicht mir? Es ist wenig förderlich in einer Beziehung, wenn der Partner sagt: "Und dann fängst Du wieder mit Deinen Behinderungen an." Dann muss man eben sich selbst "be"klagen. Klage bedarf keines Publikums, weil sie nur einen einzigen Menschen betrifft: den Klagenden. Selbst das Bedauern über den Verlust von etwas Geliebtem, ist eine Selbt"an"klage. Der Verlust wird beklagt, weil nichts anderes mehr übrig bleibt. Aber die Klage bringt das Verlorene nicht zurück, sondern entlastet den Klagenden. In diesem Sinne klage ich minütlich, stündlich, täglich, über den Verlust meines normalen Sehens. Das wird sich ändern, in dem Maß in dem ich mich an die neue Situation gewöhne.
Szenenwechsel.
Ich stehe nachmittags auf, wenn die Sonne die vorderen Fenster meiner Wohnung passiert hat. Wenn sie dann, wie jetzt im Herbst, mit voller Kraft auf den Glastisch in meinem vorderen Zimmer kracht, trifft mich die Lichtreflexion wie ein Schwerthieb direkt ins Hirn. Das ist sehr unangenehm! Es ist unerträglich, weshalb ich bei dieser Attacke die Augen schließe. Dann lasse ich die Rollos herunter und ... was tut der Mensch, wenn er nicht sehen darf?
Ich habe die Helligkeit des Monitors so weit reduziert, dass mich das Licht nicht mehr stört und dann "surfe" ich. Die Welt ist unendlich groß. Das www ist überall. Und ich bin ein Teil davon. Meine Beiträge in diesem Blog können via Google aufgerufen werden. Ich kann mich selbst darin sehen, wie in einem Spiegel.
Der PC ist eine Schatztruhe, in der ich immer wieder wühle und Dinge finde, die mich einmal sehr bewegt  haben. Heute waren es meine Engel der Vergangenheit, die mich auf meine Zukunft aufmerksam  machten.

















































































Aber für jede Klage gibt es einen Regenbogen, der die Seele begleitet, von einem Ende zum anderen.

























Auf in die neue Woche!

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