So hat mein Blog angefangen. Heute ist der 25. Februar 2014 und am 25. Februar im vergangenen Jahr traf ich in Antalya ein und verbrachte dort einen der schönsten und sicher den längsten Urlaub meines Lebens. Kein Wunder, dass ich nostalgisch werde und mich in Erinnerungen sonne.
Als ich hier ankam, zog in Deutschland gerade erst der Winter ein. Am Vorabend fiel der erste Schnee und dann wurde es dort bitter kalt, es schneite und gefror und meine Nachbarin war stinksauer, weil ich niemand engagiert hatte zum Schnee räumen. Na ja, sie hat es überlebt und ich hatte ja manchmal ein schlechtes Gewissen wenn ich im Net die Live Cam vom Stuttgarter Schlossplatz öffnete und sah, dass dort immer noch und schon wieder Schnee lag. Und ich erfreute mich des Frühlings.
Es gab allerdings auch stürmische Tage, Tage an denen der Regen aus der Kuppel in die aufgestellten Gefäße in der Halle tropfte.
Das Meer schwemmte Unmengen von Sand an und Tonnen von Kieselsteinen, die ich sammelte und fotografierte. Zumindest kam es mir wie Tonnen vor.
Am schönsten war der Strand morgens, bei Sonnenaufgang, wenn der frisch angeschwemmte Sand noch unberührt und weich war und unter den Füßen nachgab, so dass ich bei jedem Schritt meinte, das Ufer habe eine eigene Strömung, die mich wegträgt. Die Berge wirkten wie zart auf den Himmel getuscht und die Sonne übergoss schließlich alles mit Honiggelb.
Ich finde, dass diese Übergangszeit vom Winter in den Frühling die schönste in Antalya ist. Kein Tag ist wie der andere und das Wetter kann sich von einem Augenblick zum nächsten total ändern. Der peitschende Wind, der die Palmen zu zerfetzen versucht, die sintflutartigen Regengüsse, die manchmal wie eine massive Wasserwand herunterstürzen, die Rückkehr des Lichts danach sind überwältigend und die Wellen, die auf den Strand donnern, bringen die Erde zum beben. Das ist Natur zum Anfassen mit allen Sinnen.
Auch die Stadt Antalya habe ich immer wieder gerne besucht, selbst wenn die Fahrt mit dem Dolmuş kein Vergnügen war. Aber es war Teil des Erlebnisses und bleibt eindringlich in Erinnerung.
Aber am liebsten erinnere ich mich doch an die Menschen. Hauptsächlich an Ali Ali, Turgay Ali und Meister Ali.
Wenn ich wieder geboren werden sollte, möchte ich einen Sohn wie Ali Özcan haben und im Leben danach, einen Vater wie ihn!
Leider ist die Sprachbarriere so hoch, dass ich den Kontakt verloren habe. Aber aus meinen Gedanken verliere ich ihn nicht.
Das gilt auch für Ali Gölpınar, den Personal Trainer, dem ich meine Kondition und mein jetzt konstantes Gewicht verdanke.
Ihnen und allen anderen, Turgay und Mehmet, Hasby Dere und Selda Bülbül, die meinen Aufenthalt im Hotel Royal Wings zu einem wirklichen "Wellness Erlebnis" machten, bin ich sehr dankbar.
Werde ich sie wieder sehen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie oft ich noch eine größere Reise machen werde. Der Tremor wird immer mehr zum Problem, was Essen und Trinken betrifft.
Im Mai werde ich Istanbul besuchen. Ich habe dort ein Apart Hotel gebucht. Dann habe ich eine kleine Kochnische, wo ich mir das Frühstück selber zubereiten kann und auch andere kleine Mahlzeiten. In Venedig habe ich nur zwei Mal im Hotel gefrühstückt, weil ich nicht in der Lage war, mir den Kaffee einzuschenken und mein Brot mit Butter zu bestreichen ...
Apropos Venedig. Das nächste Kapitel widme ich wieder der Serenissima.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen