Posts mit dem Label Schöpfung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schöpfung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 6. Oktober 2014

Urknall - Evolution und universelles Wissen.



Eigentlich ist die "Bibel" ganz spannend. Schon allein die Wortherkunft führt weit zurück in die  antike phönizische Hafenstadt Byblos, die einmal der Hauptumschlagplatz für Bast war, der zu Papyrosrollen verarbeitet wurde und "Papierrolle" ist die Übersetzung des griechischen Wortes byblos ins Deutsche und das stammt, wie gesagt von dem Wort biblos oder byblos ab, das, wir kommen der Sache näher, Papyrusstaude oder Papyrusbast heißt, womit wir wieder in der antiken Hafenstadt angekommen sind. Auf jeden Fall verdanken wir den Griechen das Wort Papier, auch wenn sie selbiges nicht unbedingt erfunden haben. Wer genau zuerst auf die Idee kam Papier herzustellen, ist wohl nicht bekannt. Im Zweifelsfall sind es ja immer die Chinesen die etwas erfunden haben. Die Stadt Byblos, im Libanon, nördlich von Beirut, gibt es übrigens immer noch und ist eine der ältesten Siedlungen der Erde die ununterbrochen bewohnt wurde und wird.
Zurück zur Bibel und zu Genesis. Nachdem ich das 1. Kapitel noch einmal gelesen hatte und dann das 2. las, kam ich zu dem Schluss, dass das zwei Mal der selbe Bericht ist, von zwei verschiedenen Autoren. Oder aber der Autor, sofern es nur einer war, merkte, nachdem er das 1. Kapitel noch einmal gelesen hatte, dass da noch einiges fehlte und dass das mit "den Menschen" einfach nicht klar herausgearbeitet ist und ein bisschen missverständlich sein könnte. Auf jeden Fall legte er im 2. Kapitel, was den Menschen betraf, detailliert nach, auch das Material betreffend, aus dem der Mensch gemacht wurde und ließ sich auch nicht mehr auf die originale Bi-Geschlechtlichkeit dieser Kreatur ein, sondern trennte sie fein säuberlich in männlich und weiblich. Es fällt natürlich schon auf, dass der "Mensch" zuerst und aus einem "Erdenkloß" hergestellt wird und erst viel später, als das Paradies angepflanzt war, in den Gott den "Mensch" setzte, kam das Mensch dazu. Als Gott nämlich auffiel, dass sich dieser "Mensch" zu viel mit sich selbst befasste, (in Ralf Königs Bericht aus dieser Bibelepoche onaniert der "Mensch" viel und schmust heimlich mit einer Giraffe ...) gab er ihm die Namensgebung der Tiere in Auftrag und als auch das erledigt war, klonte er dann eine "Gehilfin" aus einer Rippe des "Mensch".
Ich hänge da den O-Ton Martin Luther an, dessen Sprache mich entzücket!


Jetzt muss ich einmal auf den Namen "Adam" zu sprechen kommen. Im Türkischen, und vielleicht auch in anderen Sprachen, heißt Adam "Mann". Wenn der erste Mensch sich selber Mann nennt und auf die Idee kommt, seine Gehilfin Männin zu nennen, muss das ja irgend woher kommen. Später heißen sie plötzlich Adam und Eva. Ist Eva gleich Männin? Ich sah mich wieder einmal gezwungen zu googeln und wurde, wie könnte es anders sein, in Wikipedia fündig. Man kann diese Fundgrube nicht genug lobpreisen! Ich habe auch schon dafür gespendet ... Also: Adam und Eva

Damit ist keine Frage mehr offen. So weit so gut. "Und sie waren beide nacket, der Mensch und sein Weib, und schämeten sich nicht." So wurde im Paradies FKK erfunden und praktiziert.
Jetzt muss ich aber einen doppelten Salto rückwärts machen und zum Anfang zurück kommen, siehe die Überschrift zu diesem Post.
"Es werde Licht." heißt also, dass Gott ins Dunkel, das auf ihr lag, der Erde hinein, die folglich schon existierte, diesen Befehl gab. So gab es einen "Urknall", der eine neue Galaxis entstehen ließ "und es ward Licht". Und aus dem ganzen herumwirbelnden Chaos wurde irgendwann unser Sonnensystem. Der Mond ist eine andere Geschichte. Er leuchtet ja nicht selbstständig, passt also nicht so richtig in den Schöpfungsbericht, ist aber für die Gezeiten verantwortlich, also für das Hin- und herschwappen der Ozeane, das ja auch irgend einen Sinn haben muss. Gold waschen? Wir werden es nie wissen.
Oder doch? Nachdem ich den Film "Cloud Atlas" zu Deutsch tatsächlich "Wolkenatlas", gesehen habe, finde ich meine Annahme, dass es ein "Universelles Wissen" gibt wieder einmal bestätigt. Die Idee ist, dass jeder jetzt lebende Mensch über das gesamte Erleben und Wissen der Menschheit weiß und es ausschöpfen und nutzen kann, wenn ihm der Funke Genie beigegeben ist, dessen es bedarf um das Bekannte in Neues umzuformen. So erklären sich Fortschritt und Evolution und letztendlich auch Wunder. In dem Musical Time findet das sehr schön in Wort und Musik Ausdruck:

It's in every One of us
to be wise.
Find your heart,
open up both your eyes.
We can all know everything
without ever knowing why.
It's in every One of us 
by and by.

It's in every One of us -
I just remembered
it's like I've been sleeping for years.
I'm not awake as I can be
but my seeing's better.
I can see
through the tears.

I've been realising that
I bought this ticket
and watching only half the show, 
but there is scenery and lights
and a cast of thousands
who all know what I know
and it is good
that it is so.

It's in every One of us
to be wise
find your heart
open up both your eyes
we can all know everything
without ever knowing why
it's in every one of us
by and by



Sonntag, 5. Oktober 2014

Ist der Sonntag der Sonne-Tag?


Manche Gedanken lassen mich nie, oder erst wenn sie restlos zu Ende gedacht und aufgelöst sind los. Und wenn es dann, wie gestern Abend als ich ein Selfie machen wollte, zu solch einem verkorksten Resultat kommt, siehe unten, dann drehen sich wieder einmal die Windmühlen hinter meiner Stirn.


























Und Gott sprach: "Es werde Licht". Viel Fantasie braucht man nicht, um auf diesen Vergleich zu  kommen. Der Urknall bietet sich auch an, aber weil gestern Samstag war, dachte ich doch eher an die Bibel als an Astronomie. Also holte ich das altehrwürdige Buch wieder hervor und widmete mich dem ersten Kapitel im ersten Buch Mose.


Und da steht es schwarz auf vergilbt in Vers 3 - 5:


Zweifellos, der Sonntag ist der erste Tag der Woche und weil er Sonntag heißt, muss wohl auch Sonne drin sein, dachte ich. Ein bisschen verwirrend fand ich die Formulierung "Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag". Normalerweise beginnt der Tag am Morgen und endet am Abend, oder sehe ich das falsch? Nur um sicher zu gehen, dass das nicht ein Übersetzungsfehler Martin Luther's ist, (Gott bewahre!) schlug ich noch schnell eine modernisierte Version auf, aber da heißt es eben, weniger poetisch: "Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.". Also das mit dem ersten Tag fand ich damit endgültig geklärt und dass mit dem Licht die Sonne gemeint ist hielt ich immer noch für logisch. Da schweifte mein Blick rein zufällig (Zufälle gibt es nicht!) von der letzten Zeile des Vers 5 "und Morgen der erste Tag." zur ersten Zeile des Vers 16 in der daneben stehenden Spalte. Und siehe da:


Kein Zweifel, mit dem "groß Licht, das den Tag regiere" kann nur die Sonne gemeint sein. Oder? Zwar hat Gott den beiden großen Lichtern keinen Namen gegeben, aber wahrscheinlich dachte er, dass mit "Tag und Nacht" alles gesagt ist. Der "SonnTag" müsste also eigentlich der vierte Tag der Woche sein!
Damit war ich wieder beim Urknall.
Aber "Urknalltag", wie hört sich das denn an? Und erst im Englischen, wo er "Big Bang" heißt, wobei mit Bang auch locker der Geschlechtsakt bezeichnet wird, so wie mit Bumsen im Deutschen. "Urbumstag" also? ...
Nachdem ich mich in diesem Zusammenhang noch kurz über das "allerlei gefiedertes Gevögel" amüsiert hatte und die Modernisierung der Sprache wieder einmal sehr bedauerlich fand, schlug ich noch schnell nach, an welchem Tag die Wespen erschaffen wurden. Die Mathildas sind schließlich immer noch aktiv vor meinem Fenster zum Hof. Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass sie in der Heiligen Schrift wohl in die Kategorie "Gewürm" fallen, zusammen mit "allem Vieh das auf Erden kreucht." Dann schuf Gott den Menschen.
"Da  ward aus Abend und Morgen der sechste Tag."
Das mit "den Menschen" ist ja so eine Geschichte für sich. Da schafft Gott sie, den Menschen, als  "Mann und Frau" (moderne Version) so quasi an einem Stück "als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie." Jetzt frage ich mich aber doch, wie kann den ein sie sein? Ich kam zu dem Schluss, dass das dichterische Freiheit ist, schließlich werden Mann und Frau im 2. Kapitel der Genesis gleich noch einmal erschaffen, während es im 1. Kapitel ja offensichtlich Mann in Frau ist. Aber man soll die Bibel ja nicht all zu wörtlich nehmen und wo bliebe da die Interpretation, die doch unter Gelehrten so beliebt ist?
Ich habe mir meine eigenen Bilder vom ersten und vom sechsten Schöpfungstag gemacht. Siehe unten.

 "Es werde Licht"






Der Vollständigkeit halber füge ich noch den "Sündenfall" und die 
"Vertreibung aus dem Paradies" hinzu.





































Übrigens muss ich da doch die Araber bewundern bei denen der "Sonntag", wie schon gesagt,
Yom al ahad, also "Der Erste Tag" heißt. Da kann es zu keinen Missinterpretationen kommen.