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Donnerstag, 8. Dezember 2016

An den Mond



Der Mond ist aufgegangen,
die gold'nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.


Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind gar manche Sachen
die wir getrost belachen, 
weil unsre Augen sie nicht sehn.


Matthias Claudius, 1779

Montag, 10. November 2014

Schreck am Morgen

Beim Aufwachen und Augen aufmachen, dachte ich: Nanu, wie kommt der Nebel in mein Zimmer?  Habe ich ein Fenster nicht zu gemacht? Oder ist das Rauch? Brennt das Haus!?! Warum schlägt der Rauchmelder nicht Alarm? Ach so, ich habe gar keinen Rauchmelder. ...

Und dann die Erkenntnis, dass weder Rauch noch Nebel durch meine Räume waberte, sondern, noch schlimmer, dass ich wieder eine Glaukomwarnung bekam, wie einst im März. Der Griff nach den Tropfen funktioniert schon automatisch, aber auf dem Weg zur Toilette wirkten sie noch nicht. So sieht das dann aus meiner Sicht aus.




























Nach zehn Minuten klärte sich dann der umwölkte Blick auf das, was ich jetzt als mein normales Sehen akzeptiert habe. Es ist nicht viel besser als auf dem Bild oben, nur ohne Weißschleier.
Morgen gehe ich zum Lasern des linken Auges ... Vielleicht sollte ich eine Dauerkarte beantragen?









Samstag, 20. September 2014

Im Nebel - Augenblick



"Es kann vier bis sechs Wochen dauern." sagte der Augenarzt. 
"Ich sehe alles wie im Nebel." hatte ich ihm erklärt.
"Die Hornhaut ist noch nicht ganz geglättet." erläuterte er, mit dem Hinweis, dass es eine schwierige Operation gewesen sei.
Das wusste ich. Mir machte mein geringes Sehvermögen Sorgen, schließlich lag die Operation schon zwei Wochen und einen Tag zurück.
"Das wird schon. Kommen Sie Ende nächster Woche wieder." tröstete er mich abschließend.
Das war Anfang dieser Woche und so sehe ich jetzt mit dem linken Auge, dessen Hornhaut nicht geglättet ist.

Mit dem rechten Auge sehe ich zwar scharf, aber das untere, linke Drittel ist nur noch grauer Nebel durch den keine Konturen oder Farben sichtbar sind. Dieser Schaden des Sehnervs, eine Folge des Glaukomanfalls im April, ist nicht zu beheben.


Dienstag, 29. Oktober 2013

Nebel



Venice in the mist. Na ja, schon eher in the fog. So stelle ich mir London im Nebel vor, nur nicht so fotogen. 






Wenn sich die Schleier verzogen haben, ist der Verkehr auf dem Canale Grande "business as usual"!