Freitag, 29. April 2016

Wie viele Ärzte braucht ein Mensch?



Das ist eine Frage, die ich mir inzwischen ernsthaft stelle. Einen "Hausarzt" hatte ich schon immer und mit dem, den ich jetzt seit beinahe 30 Jahren habe, bin ich sehr zufrieden. Er nimmt sich Zeit um zuzuhören und reagiert mit Rat und Tat auf meine Beschwerden.
In letzter Zeit überweist er mich aber immer wieder an "Fachärzte". Zum Neurologen, zum Beispiel, als er sich über mein Zittern Sorgen machte. Ich hatte es auf mein  zunehmendes Alter geschoben und nicht für eine Krankheit gehalten, bis es als "Essentieller Tremor" diagnostiziert wurde und Parkinson ausgeschlossen war. Inzwischen bin ich "austherapiert" ohne eine Besserung erreicht zu haben, aber das ist bei diesem Krankheitsbild beinahe normal. Ich habe schon andere Kapitel darüber geschrieben. Eigentlich hatte ich nicht vor den Neurologen weiter zu belästigen, aber nach dem Schlaganfall bekam ich bei der Entlassung aus dem Krankenhaus einen Termin für eine nachträgliche Untersuchung der Halsschlagadern mit. Dieser Termin ist Anfang Juli, die Ultraschall-Untersuchung wird in der Neurologischen Ambulanz des Krankenhauses durchgeführt, dringende Voraussetzung ist eine Überweisung "von einem Facharzt". Ich fragte meinen Hausarzt ob ich da einfach in die Praxis des Neurologen gehen könnte um eine Überweisung abzuholen. Er lachte und sagte: "Wenn das so einfach wäre." Jetzt habe ich einen Termin beim Neurologen für Anfang Mai, damit der auf dem neuesten Stand meiner Befindlichkeit ist und damit ich dann im Juli, wobei ich selbstverständlich wieder eine Überweisung von meinem Hausarzt brauche, weil das ja ein neues Quartal ist, eine Überweisung fürs Krankenhaus zu bekommen.
Beim Urologen war ich inzwischen auch schon mehrmals, eine zunehmende Blaseninkontinenz betreffend. Dort wurde die Prostata als Ursache ausgeschlossen, aber keine Therapie zur Behebung des lästigen Problems gefunden. In letzter Zeit betreibe ich, auf Eigeninitiative, nachdem ich einen Artikel darüber gelesen hatte, intensives Beckenbodentraining, kann aber noch kein Resultat feststellen. Das braucht wohl Zeit.
Wie berichtet erlitt ich Ende Januar einen Schlaganfall. In der Folge musste ich einen Kardiologen aufsuchen um Langzeit EKG und Blutdruckmessung durchzuführen, da die entsprechenden Geräte im Krankenhaus defekt waren. Meinen Blutdruck, der zu hoch war, habe ich inzwischen mit Medikamenten in den Griff bekommen, die ich allerdings vorgestern absetzen musste, weil eine der Nebenwirkungen ein unerträglicher Juckreiz ist, der mir einem unschönen roten Hautausschlag einhergeht. Das Jucken ist so extrem, dass ich nachts nicht mehr schlafen konnte! Außerdem bekam ich extreme Magenschmerzen und unbegründete Schwindelanfälle während meiner Spaziergänge. Es lag leider an mir, dass ich die Beipackzettel der Tabletten erst las, als mir klar wurde, dass diese Beschwerden nicht "einfach so" über mich herfielen! Gestern suchte ich also den Kardiologen erneut auf und er verordnete ein anderes Medikament, das ich allerdings erst nehmen werde, wenn die Nebenwirkungen der Vorgängermedikamente abgeklungen sind. Bei dem Juckreiz scheint das lange zu dauern. Na ja, und weil ich schon da war, begutachtete der Doktor auch noch die Auswertung meiner Langzeitmessungen und sagte, dass "wir" diese in Zukunft wiederholen müssten, um einen Herzfehler definitiv ausschließen zu können. Im Juli werde ich wieder verkabelt ... Und die Wirkungen und Nebenwirkungen des Blutdrucksenkers müssen "wir" selbstverständlich auch im Auge behalten. Dieser Facharzt bleibt also auch auf meiner Liste.
Am vergangenen Wochenende stellten sich dann Hörbeschwerden bei mir ein. Siehe das vorhergehende Kapitel. Diese sind zwar behoben, aber da ich nun Anwärter für zumindest ein Hörgerät im linken Ohr bin, meinte der HNO Arzt, dass ich mich nach Abschluss meiner Reha-Nachbehandlungen, die zur Zeit im Gange sind, wieder bei ihm melden soll. Ich bin auf jeden Fall auf seiner Liste ...
Beim Augenarzt bin ich ja so quasi im Abonnement. Darüber habe ich mehrere Kapitel verfasst. Kein weiterer Kommentar nötig.
Ab und an bekomme ich schmerzliche Bläschen an der Nasenspitze, die auch unschön aussehen und für die mein Hausarzt keine Therapie wusste. Also konsultierte ich einen Hautarzt. Der brauchte keine 30 Sekunden für die Diagnose, Rosacea (Säufernase!), und verschrieb mir eine Salbe, die auch sehr wirksam ist. Bei Bedarf lasse ich sie mir immer wieder verschreiben.




























Nur einen Zahnarzt habe ich noch nie gebraucht. Aber: Was nicht war kann ja noch werden ...h

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