Diese Lust nur den Müllern zuzuschreiben wäre, beim derzeitigen Stand der Dinge, zu bescheiden, um nicht zu sagen unrealistisch. (Außerdem hat der Dichter Wilhelm Müller wahrscheinlich an sich selbst gedacht, als er die Zeilen niederschrieb.) Da wäre die "Wanderhure" zu berücksichtigen, die durch die Bücherregale und Fernsehkanäle wandert, dichtauf gefolgt von der "Pilgerin", die ja auch wandert, in Gottes Namen eben, aber zu Fuß, und zum Glück ist da auch noch "Die Wanderapothekerin", die den körperlichen Beschädigungen, welche den beiden Wanderkolleginnen widerfahren könnten, mit den probaten Remedien begegnen kann. Übrigens gibt es "Die Wanderhure" und das in einer Zeit, in der Penicillin noch lange nicht entdeckt war, (ach so, Amerika ja auch noch nicht, na dann) in drei Teilen. "Der Wanderchirurg" ist ebenso unterwegs wie "Der Wanderschäfer". Die Wanderdüne, der Wanderfalke, und die Wanderratte sind bisher noch nicht in Romanform unterwegs, eben so wenig wie die Wanderniere.
Womit ich beim Thema wäre.
(Irgendwann, irgendwo in diesem Blog habe ich erwähnt, dass ich als als Siebenjähriger einen Aufsatz schrieb mit dem Titel "Der Wandersmann", der meine Lehrerin hell entzückte, darum verzichte ich an dieser Stelle näher darauf einzugehen.)
Ich habe eine Wanderniere.
Irgendwie klingt das romantisch. Man stelle sich eine Niere vor, die im Körper, zwar auf begrenztem Raum aber immerhin, auf und ab und hin und her wandert. Allerdings muss man sich dieses Wandern wohl mehr als ein Gleiten vorstellen, denke ich, da ihr ja keine Fortbewegungshilfsmittel, wie Beine oder Rollen, zur Verfügung stehen. Sie gleitet also im Nierenbecken, wie auf einem Fluss, nur ohne Boot, durch mein, oder entlang meinem Körpergewebe. Muss ich mir das bei totaler Dunkelheit vorstellen? Nachts wohl schon, und im Winter, unter all den Pullovern und Anoraks. Aber am Tag? Bei strahlendem Sonnenschein und nur mit einer Badehose bekleidet? Schimmert da ein rosiges Licht durch die Fettschicht auf meiner Hüfte und zeigt ihr Adern und Äderchen durch die mein Blut fließt in dem die Schadstoffe transportiert werden, die sie dann entsorgen soll? Wird man da nicht depressiv? Habe ich deshalb morgens auf der rechten Seite Rückenschmerzen, nur meine rechte Niere wandert, weil sie dem seelischen Stress nicht gewachsen ist? Darüber mache ich mir schon Gedanken! Und auch darüber, wieviele Kalorien die Niere beim Wandern verbrennt. Vielleicht wiege ich ja deshalb am Morgen immer 300 Gramm weniger als am Abend. Ich wiege mich regelmäßig, da fällt einem so etwas auf! Gibt es eine "Wandernieren-Diät" mit der man im Schlaf abnehmen kann?
Irgendwie klingt das romantisch. Man stelle sich eine Niere vor, die im Körper, zwar auf begrenztem Raum aber immerhin, auf und ab und hin und her wandert. Allerdings muss man sich dieses Wandern wohl mehr als ein Gleiten vorstellen, denke ich, da ihr ja keine Fortbewegungshilfsmittel, wie Beine oder Rollen, zur Verfügung stehen. Sie gleitet also im Nierenbecken, wie auf einem Fluss, nur ohne Boot, durch mein, oder entlang meinem Körpergewebe. Muss ich mir das bei totaler Dunkelheit vorstellen? Nachts wohl schon, und im Winter, unter all den Pullovern und Anoraks. Aber am Tag? Bei strahlendem Sonnenschein und nur mit einer Badehose bekleidet? Schimmert da ein rosiges Licht durch die Fettschicht auf meiner Hüfte und zeigt ihr Adern und Äderchen durch die mein Blut fließt in dem die Schadstoffe transportiert werden, die sie dann entsorgen soll? Wird man da nicht depressiv? Habe ich deshalb morgens auf der rechten Seite Rückenschmerzen, nur meine rechte Niere wandert, weil sie dem seelischen Stress nicht gewachsen ist? Darüber mache ich mir schon Gedanken! Und auch darüber, wieviele Kalorien die Niere beim Wandern verbrennt. Vielleicht wiege ich ja deshalb am Morgen immer 300 Gramm weniger als am Abend. Ich wiege mich regelmäßig, da fällt einem so etwas auf! Gibt es eine "Wandernieren-Diät" mit der man im Schlaf abnehmen kann?
Jetzt überlege ich, ob ich nicht doch noch versuchen sollte, das Meditieren zu beherrschen. Einfach im Bett zu liegen, die Gedanken langsam heraussickern zu lassen und dann meiner Niere zu lauschen und dem, was sie auf ihrer Wanderschaft alles erlebt und sieht, ihre Ängste vor Kälte, Nierensteinen oder gar einer Transplantation. Obwohl ich als Spender, wegen meines Alters, gar nicht mehr in Betracht komme. Aber weiß sie das? Sollte ich mehr mit ihr reden? Wie wird das aber auf die Passanten wirken, die mich jetzt schon besorgt ansehen wenn ich zu meinem rechten Bein sage: "Du musst den Fuss akzeptieren, ihm helfen wieder ins normale Leben zurück zu finden. Ich weiß, dass das schwierig ist nach 26 Jahren, und ich kann ja verstehen, dass Du Dich fragst ob sich das bei meinem Alter noch lohnt, aber sieh es doch einmal so ..." Und so weiter. Jetzt also auch noch Nierenmonologe? Ich könnte dann aber irgendwann einen 800seitigen Roman schreiben mit dem Titel: "Die Wanderniere". Und wenn es ein Bestseller wird, kann ich noch Teil 2 und Teil 3 folgen lassen und eventuell als ein Prequel: "Die Mutter der Wanderniere". Die Filmrechte würden einen schönen Batzen Geld bringen ...
Entschuldigt mich bitte, ich lege mich eben mal auf mein Bett und leite die Meditation ein!
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