Was wusste ich von "Der Türkei" ehe ich sie das erste Mal besuchte? Dass es sie gibt. Aus, mehr nicht. Na ja, dass dort Muslime leben und dass türkische Männer generell Bärte haben und gut aussehen und türkische Frauen viel schreien ... aber das wusste ich von einem türkischen Mann, der deswegen nach Deutschland auswanderte. (Ich fragte ihn, ob sie denn psychisch krank gewesen wäre, aber er sagte: "Nein, türkische Frauen sind so. Immer schreien, schreien, schreien." Ich dachte, er war ja nur mit einer verheiratet, das muss also nicht pauschal verstanden werden ...) Da war dann noch diese Sache mit dem EU Beitritt, der nie zu klappen scheint, weil die Menschenrechtsauffassung der Türken nicht mit der der "Europäer" kompatibel ist. ... Also, ehrlich gesagt, finde ich das mit dem Taksim Platz in Istanbul auch echt krass. Wasserwerfer und Tränengas gegen Menschen, die verhindern wollen, dass man ein Stück Heimat einfach unterbaggert, nur um ein Einkaufszentrum mit internationalen Investoren zu bauen, die sich einen Scheiß um die Türkei, Istanbul und die Türken scheren. Es zählt nur was zahlt! Stuttgart 21 lässt grüßen, auch mit Wasserwerfern und Pfefferspray! Istanbul ist gleich um die Ecke, nicht nur wenn es um Menschenrechte geht! Hallo Frau Merkel, AUFWACHEN!
Aber das ist ja nicht mein Thema in diesem Kapitel. Hier möchte ich, in Bildern, das Umfeld des Hotels Royal Wings zeigen, hier unten in der Bildmitte.
Meerseite des Hotels, der Steg an einem Abend im Mai 2012
Es liegt auf dem Küstenstreifen südöstlich von der "Innenstadt" Antalya, und ist Teil des Stadtteils Muratpaşa, heißt Lara, Kundu und ... ein Dolmuşfahrer mit sehr guten Deutschkenntnissen, versuchte es einem Fahrgast aus Hamburg zu erklären. Der hat es genau so wenig begriffen wie ich. Die Hotels liegen, ziemlich dicht gedrängt, zwischen Meer und Straße.
dahinter ist ... die Türkei?
Meerseite des Hotels, der Steg an einem Abend im Mai 2012
Es liegt auf dem Küstenstreifen südöstlich von der "Innenstadt" Antalya, und ist Teil des Stadtteils Muratpaşa, heißt Lara, Kundu und ... ein Dolmuşfahrer mit sehr guten Deutschkenntnissen, versuchte es einem Fahrgast aus Hamburg zu erklären. Der hat es genau so wenig begriffen wie ich. Die Hotels liegen, ziemlich dicht gedrängt, zwischen Meer und Straße.
dahinter ist ... die Türkei?
Es ist eine fremd anmutende, beinahe surreale Welt, beinahe ein anderer Planet, wenn man die Hotellandschaft betrachtet und die Bauwerke die in ihrem Umfeld stehen. Es hat einen Modell-Charakter, als würden hier Möglichkeiten entworfen für irgend eine andere Realität. Der Bauschutt, der die Straßenränder säumt, scheint von Ereignissen zu stammen, die noch in der Zukunft liegen. Viele der wie Pilze aus dem Boden schießenden Hochhäuser sind noch gar nicht bewohnt, oder werden schon wieder umgebaut, Türen herausgebrochen und Fenster zugemauert, kaum dass der Außenanstrich getrocknet ist.
Noch vor nicht all zu langer Zeit war hier ein großes Sumpfgebiet, von unzähligen Fröschen bevölkert, die Nachts ihre "Gesänge" erschallen ließen. Ein paar hundert Meter weiter hat sich an diesem Zustand nichts geändert.
Es ist allerdings eine "Narren Freizone" für Architekten. Nirgendwo sonst trifft man auf so viele Türme, Türmchen, Kuppeln und Gewölbe wie hier. In einem Bauwerk sind Kathedrale, Palast, Sternwarte und Hauptbahnhof homogen verschmolzen zu einer Fantasie aus "Tausend und eine Nacht". Las Vegas lässt grüßen, nur dass dort die Pools nicht mit Müll gefüllt sind. Allerdings handelt es sich hier um Regenwasser. Der Pool, er gehört nicht zum Hotel, ist noch nicht "in Betrieb".
Als Fan von Science Fiction Filmen kommt man sich hier ganz zuhause vor. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass im nächsten Moment ein Raumfahrzeug landen wird und Bewohner ferner Galaxien, a la "Star Wars", sich in der Hotelhalle einfinden. Auch an die endlosen Weiten mancher Bilder von S. Dali werde ich erinnert, Landschaften in denen spinnenbeinige Elefanten und brennende Giraffen ziellos herumirren und überhaupt nicht deplatziert wirken.
Es ist kaum vorstellbar, was mit diesen "Behausungen" passieren würde, wenn die Touristen ausblieben. Auch die Wohnblocks würden überflüssig, in denen übrigens fast keine/r der Hotelangestellten wohnt, weil die Infrastruktur nicht stimmt. Es gibt keine Schulen, Kindergärten oder Einkaufsmöglichkeiten für den alltäglichen Bedarf. Nur Apotheken und Boutiken, Uhren und Viagra an jeder Ecke. Wohnen wollte ich, ehrlich gesagt, hier nicht! Allerdings war, als ich im April abreiste, die Moschee schon beinahe im Rohbau fertiggestellt. Vielleicht ändert sich ja dann etwas, wenn sie ihre Tore öffnet. Es leuchtet ein, dass sie notwendig ist, wenn man bedenkt, wie viele Gäste aus arabischen Ländern hier Urlaub machen. Auf dem Foto fehlt noch die Kuppel, die sich ein paar Tage später zwischen den Hauptpfeilern wölbte.
Eine Landschaft im Umbruch zu erleben, wie man es hier kann, ist spannend. Vieles verändert sich, manches geht verloren. Hinter den Hotels hat sich schon der Alltag eingestellt, wie wir ihn von zuhause gewohnt sind. Ist das gut? Wird es die Zukunft aufwerten?
Aber auf der anderen Straßenseite liegt die "andere Türkei". Ich würde sie gerne kennen lernen ...
Noch vor nicht all zu langer Zeit war hier ein großes Sumpfgebiet, von unzähligen Fröschen bevölkert, die Nachts ihre "Gesänge" erschallen ließen. Ein paar hundert Meter weiter hat sich an diesem Zustand nichts geändert.
Es ist allerdings eine "Narren Freizone" für Architekten. Nirgendwo sonst trifft man auf so viele Türme, Türmchen, Kuppeln und Gewölbe wie hier. In einem Bauwerk sind Kathedrale, Palast, Sternwarte und Hauptbahnhof homogen verschmolzen zu einer Fantasie aus "Tausend und eine Nacht". Las Vegas lässt grüßen, nur dass dort die Pools nicht mit Müll gefüllt sind. Allerdings handelt es sich hier um Regenwasser. Der Pool, er gehört nicht zum Hotel, ist noch nicht "in Betrieb".
Als Fan von Science Fiction Filmen kommt man sich hier ganz zuhause vor. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass im nächsten Moment ein Raumfahrzeug landen wird und Bewohner ferner Galaxien, a la "Star Wars", sich in der Hotelhalle einfinden. Auch an die endlosen Weiten mancher Bilder von S. Dali werde ich erinnert, Landschaften in denen spinnenbeinige Elefanten und brennende Giraffen ziellos herumirren und überhaupt nicht deplatziert wirken.
Es ist kaum vorstellbar, was mit diesen "Behausungen" passieren würde, wenn die Touristen ausblieben. Auch die Wohnblocks würden überflüssig, in denen übrigens fast keine/r der Hotelangestellten wohnt, weil die Infrastruktur nicht stimmt. Es gibt keine Schulen, Kindergärten oder Einkaufsmöglichkeiten für den alltäglichen Bedarf. Nur Apotheken und Boutiken, Uhren und Viagra an jeder Ecke. Wohnen wollte ich, ehrlich gesagt, hier nicht! Allerdings war, als ich im April abreiste, die Moschee schon beinahe im Rohbau fertiggestellt. Vielleicht ändert sich ja dann etwas, wenn sie ihre Tore öffnet. Es leuchtet ein, dass sie notwendig ist, wenn man bedenkt, wie viele Gäste aus arabischen Ländern hier Urlaub machen. Auf dem Foto fehlt noch die Kuppel, die sich ein paar Tage später zwischen den Hauptpfeilern wölbte.
Eine Landschaft im Umbruch zu erleben, wie man es hier kann, ist spannend. Vieles verändert sich, manches geht verloren. Hinter den Hotels hat sich schon der Alltag eingestellt, wie wir ihn von zuhause gewohnt sind. Ist das gut? Wird es die Zukunft aufwerten?
Aber auf der anderen Straßenseite liegt die "andere Türkei". Ich würde sie gerne kennen lernen ...




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