Posts mit dem Label Wind werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wind werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 21. Mai 2017

Gelbe Escholzia



Sage dem Wind dass er sie zärtlich nur umfängt!
Sie ist zerbrechlicher als Gläser aus Murano's Flammen.
Ein heller Engel steht bei ihr der sorgsam wacht 
und hält das Blütenwunder sanft zusammen
das goldgelb aus dem Stängel drängt,
als wäre es aus Farbe nur gemacht:
ein Atemzug aus einer fernen Feenwelt!



Jakob Gelang, Mai 2017

Freitag, 15. Januar 2016

Wie? - Homage an ein altes Lied - Gedicht


























Wie spät ist es in einem Leben
wenn alle Fragen keine Antwort geben?

Wie weit sind wir gekommen ...

die nicht gegangen sind?

"Die Antwort kennt ganz allein der Wind."

Wie viele Stunden hat ein Tag
den niemand mag?

Wie traurig ist das Leben?

Was hat man uns genommen?

Wer kann die Lösung geben?

"The answer is blowing in the wind."



gelang 2016

Sonntag, 7. Juni 2015

Vogelschwingen - Vorbeifliegend ...





Es ist Musik! Ach, viel zu schnell verflogen
die Höhe, die der Tiefe schwirrend vorenteilt.
Wie jeder Flügelschlag der nicht verweilt:
Ein ewig neuer Melodienbogen,
der sich erhebt und senkt,
und uns an allen Tagen neu beschenkt.

So schnell dahin! Sie kehren niemals wieder,
vom Ohr durch Vielfalt abgelenkt,
die ewigen Gesänge im Gefieder!
...
Ein Raunen blos im Wind sind diese Lieder,
an die man nur noch in den Träumen denkt.


  gelang 2015

Montag, 24. November 2014

November





Nun stirbt das Jahr der Blüte und gereiften Frucht
und jedes Blatt fühlt, zitternd, wie des Windes Hauch
es leicht von seinem Sommerglück zu lösen sucht -
noch widerstrebt, schon wankt und, ach, nun fällt es auch!

Ein stilles Scheiden ist das überall,
ein Abschiednehmen ohne Klageton.
Allein der Wind seufzt durch das müde Tal -
und träumt vom nächsten Frühling schon.


gelang 1965