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Samstag, 14. Juni 2014

Moscheen sind "Himmelsblüten"


Mir kommen sie vor wie Blumen die vom Himmel fielen und kelchunter auf der Erde sanft gelandet sind. Der abgebrochene Stiel weist noch nach oben, der Saft der aus dem Stängel trat, hat einen Halbmond gebildet, eine Sonne, einen Stern, auf jeden Fall etwas "himmlisches". So liegt sie da, von den Minaretten bewacht, nach außen formschön, zeitlos, ewig. …



























































































































































Ich habe sie nicht gezählt, aber laut "Istanbul Europäische Kulturhauptstadt" gibt es 3028 Moscheen in der Stadt. Ein wahrer Blütenregen ist auf sie niedergegangen! (Kirchen gibt es  40, Synagogen 16) und wenn es einen Eintrag im Guinness Book Of Records in dieser Sparte geben würde, hätte Istanbul die Nase vorn. Aktuell gibt es in der Gesamttürkei 83 693 Moscheen, aber das wird sich, bei der derzeitigen politischen Entwicklung in dem Land, sicher nach oben rapide ändern. Aber darum geht es mir nicht. Mir imponierte die "innere Schlichtheit" der Bauwerke, die in ihrer Farbigkeit und den Kuppeln mich immer wieder an Blumen erinnerten. Aber auch die Brunnenhäuser, die ganze Anlage dieser "Gottesanbetungshäuser" wirkten auf mich wie steingewordene Gärten von lebendigen Blüten umgeben.










































































































Von außen wirken sie beinahe abweisend, verschlossen und auf jeden Fall geheimnisvoll. Betritt man ihr Inneres, offenbaren sich die Geheimnisse in überwältigender Schönheit. Es wäre ein Sakrileg würde man hier mit Schuhen eintreten, nicht nur wegen des Teppichs. Die Stille fordert es. Der Raum  wird zur An-Dacht und man darf in ihm groß werden und sich klein fühlen.
























































Der Blick in die Kuppeln erinnert an die sich immer wieder ändernden Bilder in einem Kaleidoskop und erzeugt die gleiche Spannung und Erwartung.

































Das "Vor-Bild" dieser Bauwerke steht der bekanntesten aller Moscheen, der Sultanahmet, (siehe die Bilder oben) oder "Blauen Moschee", direkt gegenüber. Die Hagia Sophia.


Dienstag, 27. Mai 2014

Zum letzten Mal - Eine Endbetrachtung als Intermezzo


Wie stolz war ich, als ich mich das erste Mal in die Tramway wagte. Eine Reise ins Ungewisse lag vor mir. Kabataş stand vorne drauf als Ziel. ich hatte keine Ahnung, wo das sein könnte. Es erwies sich dann ja als der Bahnhof, von dem aus man mit der unterirdischen Seilbahn zum Taksim Platz hinauffährt. Das Rad über das das Seil läuft ist beinahe ein Kunstwerk.



Und heute also: zum letzten Mal. Drei Wochen Istanbul sind vorbei. Ich kann es kaum glauben und frage mich, wohin die Zeit wohl geht, wenn sie vorbei ist. Sie lässt mich älter zurück und angefüllt mit neuen Erinnerungen, von denen ich noch gar nicht wahrhaben möchte, dass es wirklich nur noch Erinnerungen sind. An welchem Tag war ich in dem kleinen Geschäft unterhalb der Blauen Moschee und habe Souveniers gekauft? Keine Ahnung, ich weiß nur, es war der erste Tag an dem es nicht regnete.




Ich habe ja dem jungen Verkäufer gesagt, der darauf bestand, dass ich ein Erinnerungsfoto haben möchte: "Sie schneiden meine Füße ab." "Schon.", meinte er: "Aber so sieht man mehr vom Geschäft." was sollte ich da noch argumentieren?
Ach ja, zuvor habe ich ja die "Blaue Moschee" besucht und war eigentlich ein bisschen enttäuscht, weil sie dann doch nicht soooo blau war wie die Blaue Grotte von Capri, zum Beispiel, und dann die vielen Touristen … oder war das in der anderen Moschee, wie hieß die doch gleich nochmal? Irgendwas mit Mehmet?























































Nein, das war sicher nicht "Die Blaue". Aber wer kann sie schon alle auseinander halten? Im Prinzip sehen sie doch alle gleich aus, Oder? Aber heute bin ich zum letzten Mal zur Haltestelle Sultanahmet gefahren und habe ein letztes Bild von ihr gemacht. Und in der Tram habe ich auch noch geschossen, als Souvenier.





















































Und selbstverständlich eins von "meinem" Hinterhof am Nachmittag. Viel mehr habe ich heute nicht getan, außer Koffer packen. Morgen um 11Uhr ist Auscheckzeit vom Apartment und um 15:35 "geht mein Flieger", wie der Schwabe sagt. Ob ich heute Nacht überhaupt schlafen kann?