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Samstag, 31. Mai 2014

Und weiter mit: Ayasofya von innen - Teil 2






























Vom Dunkel ins Licht, aus der Säulenordnung in den freien Raum, so sollte man dieses Wunder betreten. Und jede Kreatur die hier hereintritt MUSS sich klein vorkommen, selbst ein Elefant. Die Dimensionen sind auch nach gut 1400 Jahren noch überwältigend!




























Trotzdem wird man von der Wucht, der Größe, nicht erdrückt oder erschlagen, weil alles zu schweben scheint, sogar die Kuppel hoch oben. Die 40 Fenster, durch die das Licht wie durch gespreizte Finger hereinbricht, nehmen ihr alles Schwere.



Es ist wirklich erstaunlich, dass die Erbauung der "Heiligen Weisheit" nur 5 Jahre und 10 Monate dauerte. Anfangs reichte die Höhe der Kuppel auf 49 Meter, aber nach mehreren leichten Erdbeben musste wegen der entstandenen Risse nachgebessert und die Stützung verstärkt werden, was dazu führte, dass die Kuppel dann sogar auf die Höhe von 56 Meter wuchs. So hat sie bis heute alle "Beben" überstanden, auch die der politisch/religiösen Veränderungen. Deren Spuren sind geblieben. Das mihrab, die nach Osten gerichtete Gebetsnische und rechts davon der minbar, die Kanzel des Imam.






















































Am auffälligsten sind allerdings die vier Schilde an den Eckpfeilern und ich finde, dass sie diesen leichten Raum belasten und "herunter ziehen". Aber man kann sie nicht entfernen, sie sind Teil des Museums, das dieser Bau ja ist. Schade.
Aus der Zeit, als die Kirche als Moschee diente, stammen die Fliesen in einem der Durchgänge und in dem Torbogen, der jetzt als Ausgang dient, ist noch ein Mosaik aus byzantinischer Zeit erhalten.

Man hat übrigens an der Wand gegenüber einen großen Spiegel angebracht, wahrscheinlich um die Besucher auf das aufmerksam zu machen was hinter ihnen liegt. Wer würde sich sonst noch einmal umdrehen?






















































Draußen habe ich ein bisschen bedauert, dass die Welt heute so ist wie sie ist, dass Kultur verloren geht um dem "Fortschritt" zu dienen und dann zu weichen. Aber diese Lawine rollt seit Anbeginn der Menschheit. Irgendwann kommt sie unten an. Das wird spannend! Aber dabei sein möchte ich nicht ...

Dienstag, 27. Mai 2014

Jetzt aber: Ayasofya von innen - Teil 1





























Im Altertum war sie die größte Kirche der Christenheit. Nach der Eroberung Constantinopels durch die Türken wurde sie zur Moschee umfunktioniert und vier Minarette errichtet. Nachdem aber Moscheen erbaut waren, benutzte man die "Heilige Weisheit" als Stall. 1935 wurde sie zum Museum erklärt und eigentlich hat sich in ihr erst in letzter Zeit etwas verändert. Als Walter und ich sie sahen, wir befanden uns auf einer Kreuzfahrt, fielen uns lediglich die vier großen, grünen Schilde auf, die die acht heiligsten Namen des Islam tragen. An Mosaiken kann ich mich nicht erinnern und die Galerie war nicht zugänglich.
Als ich die Kartenkontrolle passiert hatte und durch den Nebeneingang die Kirche betrat, also nicht das Haupt- oder Mittelschiff, verkündete die Aufsicht gerade den "last call" um noch auf die Galerie zu dürfen, sofern man das wollte. Natürlich wollte ich, obwohl ich mir eigentlich nichts darunter vorstellen konnte. Aber jetzt lasse ich Bilder sprechen.


















































































Immer wieder fällt auf, wie klein die Menschen sind in dieser gigantischen Architektur. Es führen übrigens Rampen zur Galerie hinauf, so konnten die Damen des Hofes, die ja nur dort oben am Gottesdienst teilhaben durften, später auch die muslimischen, mit ihren Gewändern unbehindert hinauf wandeln. Wäre das ein Treppenhaus, hätten wahrscheinlich viele schlapp gemacht. Auf der Galerie sind auch die meisten, noch erhaltenen Mosaikreste zu sehen und fotografieren. Wie gesagt: NO FLASH!













































































































Zwischendurch ein Blick von Kuppeln zu Kuppeln.


Hier sieht man das Gerüst für die Restaurierungsarbeiten, in dem sich das Sonnenlicht bricht und dadurch vervielfältigt.


















































































Licht-Spiele. Von der Galerie führt eine zweite Wendelrampe nach  unten. Man betritt dann das Kirchenschiff aus dem Dunkel ins Licht.