Wie viele Einwohner Stuttgarts gibt es wohl, die noch nie auf dem Fernsehturm waren? Schwer zu sagen. Bis gestern war ich einer von ihnen. Übrigens bin ich auch einer der noch nie einen Führerschein hatte, aber das nur nebenbei als Information im Fall jemand eine Statistik erstellen möchte. Es ist gut möglich, dass ich bis zu meinem Lebensende nicht auf den Turm gefahren wäre, wenn ich nicht den Strom- und Gasanbieter gewechselt hätte. Was das damit zu tun hat? Ich entschloss mich meinen bisherigen Lieferanten, die Stadtwerke Tübingen, die mich sehr verärgert hatten, gegen die Stadtwerke Stuttgart zu tauschen. (Ein bisschen Lokalpatriotismus war da schon auch dabei.) Mein Entschluss kam gerade rechtzeitig zu einer Werbeaktion, die am 31. März endete, bei der der Wechselnde, also ich, eine Jahreskarte für den Fernsehturm geschenkt bekam. Normalerweise kostet sie 25 €uro, auch nicht die Welt.
Am Montag erhielt ich die Karte, was lag also näher, als sie gestern, am Mittwoch, "einzuweihen? (Am Dienstag hatte ich Ergotherapie, da ging es nicht.) Ich fuhr mit der Zahnradbahn bis zum Haigst und ging zu Fuß zum Turm. Das schafft man in 20 Minuten bequem.
Da stand er nun vor mir in strahlendem Weiß vor blauem Himmel. Sehr beeindruckend! Dass ich nicht vor Ehrfurcht erbebte war reine Selbstbeherrschung! Na ja, und von unten hatte ich ihn in der Vergangenheit auch schon mehrmals gesehen. Trotzdem: hier ein Bild.
Dann stand ich auch schon im Aufzug, zusammen mit einem mittelalten Ehepaar und einem jungen Paar, von dem ich nicht glaube dass es verheiratet ist, obwohl sie eine Schwangerschaft nicht verleugnen kann. Der Aufzugchauffeur (wie ist die politisch korrekte Berufsbezeichnung für eine männliche, einen Aufzug bedienende Person zur Zeit? Apropos politisch korrekt: In meinen T-online News las ich "Erste Schwarze auf Dollarschein". Ich dachte "schwarz" wäre out wenn es um Menschen geht? "Braun" oder "farbig" wäre angesagt? Habe ich da eine Entwicklung nicht mitbekommen? Darf man auch wieder Neger sagen? Das ist nur eine Frage ganz am Rande.) der Aufzugmann erklärte uns bevor er auf den Knopf drückte, dass wir mit 5 Meter pro Sekunde 150 Meter nach oben befördert würden, also in 36 Sekunden.
"Was ist wenn wir abstürzen?" fragte die junge, schwangere Frau heiter.
"Das kann nicht passieren." versicherte der Mann der den Knopf bediente und erklärte genau, warum das unmöglich sei.
"Man kann nie wissen." verteidigte die Schwangere ihre eingangs geäußerte Befürchtung.
Der Fahrstuhlfahrer lächelte. Dann waren wir auch schon oben und konnten die Aussicht genießen.
`Was wenn der Turm jetzt einfach umkippt?´ dachte ich besorgt und fragte mich, ob in der Berichterstattung, die dieses Ereignis nach sich ziehen würde, die Zahl der Todesopfer die des ungeborenen Kindes beinhalten müsste oder nicht. Ich werde bei Gelegenheit einmal eine diesbezügliche Anfrage an eine Zeitung schicken.
Die Aussicht war rundum schön. Trotz des herrlichen Wetters befanden sich nur wenige
Das oben ist der Blick nach rechts, das darunter der nach links: (Stuttgart Süd, da wohne ich.)
Hier noch der Blick nach unten.
Dann fuhr ich wieder nach unten. Ich war der einzige Passagier. Wir stürzten nicht ab, und wenn: wir wollten ja abwärts.
Ich reiche hier noch einige Informationen über den Fernsehturm nach, die ganz interessant sind.
60 Jahre alt und immer noch schlank und attraktiv. Ein Besuch lohnt sich. Der Eintritt kostet 7.-€. Die Besuchszeiten sind:
Hunde also zuhause lassen! Und, schwangere Frauen, keine Angst: die Aufzüge sind garantiert absturzsicher.





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