Fernsehen bildet also doch. Zumindest indirekt. Gestern kam, spät abends, auf Bayern 3 ein Film, der mich nachdenklich machte. Es war ein Spielfilm, keine Doku, und es war Science Fiction insoweit, dass es um einen Krankheitserreger ging, den es, Gottseidank, noch nicht gibt. Die Krankheit wird durch ein Virus ... `HALT!´ dachte ich, heißt es EIN Virus oder EINEN Virus? Und da fing dann die Bildung an, indem ich googelte. Das Resultat war erleuchtend aber auch ein bisschen fragwürdig.
Gibt es das eigentlich auch in einer anderen als der deutschen Sprache, dass sich ein Wort sein Geschlecht aussuchen kann? (Der Mensch kann das ja anscheinend nicht.) Es hat mich zwar interessiert, aber gegoogelt habe ich das dann doch nicht. Man verliert sich leicht im www. Wer will, kann.
In dem Film ging es ja auch um etwas ganz anderes. In dem Titel kam "Liebe" vor. Ich habe mich leider sehr spät in die Handlung eingezappt und wollte eigentlich auch gar nicht hängen bleiben, aber dann war es gerade überraschend überraschend, weil ein Mann, der eben noch sprach, sich selbst und auch nichts anderes mehr hören konnte. Er war ganz plötzlich taub geworden. Man sah ihn schreien, hörte aber nichts.
An dem Punkt klickte ich mich in die Info ein und las, dass es um ein/en Virus ging, das/der die gesamte Menschheit befallen hatte und schlicht und ergreifend nacheinander die fünf Sinne des Menschen ausschaltete. Ich war mir zwar sicher, dass ich die Fünf Sinne kenne, googelte sie aber trotzdem. Das Resultat ist ja nicht ohne sinnliche Reize ...
Die Handlung des Films konnte ich nicht mehr nachvollziehen, aber es geht anscheinend um zwei mitteljunge Menschen, Mann und Frau, aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, die sich verlieben und dann durch die Krankheit, oder Missverständnisse, getrennt werden. Wichtig ist das allerdings für die Aussage des Films nicht.
Der Mann ist Koch von Beruf, sie forschende Wissenschaftlerin. Das muss einer der Drehpunkte des Films sein, weil durch die Krankheit zuerst der GESCHMACK die Menschen verlässt. (Besser gesagt das Schmecken, der Geschmack hat sie ja längst verlassen.) Für den Koch natürlich die Katastrophe. Danach wird der GERUCHSINN verloren. (Vielleicht arbeitet sie ja in einem Parfümlabor?) Dann verabschiedet sich das SEHEN, dann das HÖREN ... und eben da schaltete ich mich dazu.
Der Mann ist Koch von Beruf, sie forschende Wissenschaftlerin. Das muss einer der Drehpunkte des Films sein, weil durch die Krankheit zuerst der GESCHMACK die Menschen verlässt. (Besser gesagt das Schmecken, der Geschmack hat sie ja längst verlassen.) Für den Koch natürlich die Katastrophe. Danach wird der GERUCHSINN verloren. (Vielleicht arbeitet sie ja in einem Parfümlabor?) Dann verabschiedet sich das SEHEN, dann das HÖREN ... und eben da schaltete ich mich dazu.
Es gab beeindruckende Bilder von Blinden die Blinde über verrostende Bahngeleise führen, einer die Hand auf der Schulter des anderen. Es wurde gezeigt, wie die Gehörlosen unter Quarantäne gestellt werden, die nur noch vor dem Fernseher sitzen, auf dem Anweisungen gezeigt werden (weiße Schrift auf schwarzem Grund):
Bleiben Sie zuhause. Gehen Sie nicht hinaus. Bleiben Sie vor dem Fernseher. Schalten Sie den Fernseher nicht aus..
Menschen in Schutzanzügen bringen Essen. Es wird geplündert, von den Labilen, Undisziplinierten, und die Normalen gehen ganz selbstverständlich verantwortungsbewusst ihrer täglichen Arbeit und Routine nach.
Das Leben geht trotz allem weiter, sozusagen.
Nachdem die Frau auch das Gehör verloren und dann in einem Wutanfall ihr Büro verwüstet hat (in dem auch zwei Kaninchen und ein Kapuzineräffchen, oder ähnliches, untergebracht waren, die dann putzig auf dem Boden hocken und sich beschnüffeln, wobei klar wird, dass der Affe mit den Hasen nichts zu tun haben möchte) setzt sie sich in ihr Auto, um zu ihrem Geliebten zu fahren. Zur selben Zeit verlässt der seine Küche, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu ihr. Natürlich verpassen sie sich auf dramatische Art, da hilft auch kein lautes Schreien, weil ja beide nichts mehr hören. ...
Bleiben Sie zuhause. Gehen Sie nicht hinaus. Bleiben Sie vor dem Fernseher. Schalten Sie den Fernseher nicht aus..
Menschen in Schutzanzügen bringen Essen. Es wird geplündert, von den Labilen, Undisziplinierten, und die Normalen gehen ganz selbstverständlich verantwortungsbewusst ihrer täglichen Arbeit und Routine nach.
Das Leben geht trotz allem weiter, sozusagen.
Nachdem die Frau auch das Gehör verloren und dann in einem Wutanfall ihr Büro verwüstet hat (in dem auch zwei Kaninchen und ein Kapuzineräffchen, oder ähnliches, untergebracht waren, die dann putzig auf dem Boden hocken und sich beschnüffeln, wobei klar wird, dass der Affe mit den Hasen nichts zu tun haben möchte) setzt sie sich in ihr Auto, um zu ihrem Geliebten zu fahren. Zur selben Zeit verlässt der seine Küche, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu ihr. Natürlich verpassen sie sich auf dramatische Art, da hilft auch kein lautes Schreien, weil ja beide nichts mehr hören. ...
Okay, ich verrate den Schluss. Sie finden sich, quasi in letzter Sekunde!
Die Liebenden gehen auf einander zu (Zeitlupe), Glückseligkeit im Blick, heben die Hände um sich zu berühren und DUNKEL
Beide blind.
Beide blind.
Die erzählende Stimme meint dann, dass, wenn es noch jemand geben würde der sehen könnte, man sehen würde, dass sie sich zärtlich umarmen, küssen und mit den Händen ihre Gesichter erkunden, wie ganz normale Liebende. So ist das Leben.
ENDE
Ende? Aber Hallo! Ich denke da wütet ein Virus derdiedas alle Sinne der Menschen vernichtet?! Wie ist das dann mit dem TASTSINN? Wo bleibt das SPÜREN, das GREIFEN, das HALTEN?
Ich will ja nicht behaupten, dass ich ein Pionier im Erforschen dieses Phänomens bin, aber ich hatte, in seeeeehr jungen Jahren ein Erlebnis, das mich an die Grenze des bewusst Erlebbaren führte.
Ich will ja nicht behaupten, dass ich ein Pionier im Erforschen dieses Phänomens bin, aber ich hatte, in seeeeehr jungen Jahren ein Erlebnis, das mich an die Grenze des bewusst Erlebbaren führte.
Ich war Abends noch in der Stuttgarter Altstadt unterwegs, wo man von einer Kneipe in die andere fiel, ohne einen Tropfen Bier zu verschütten. Auf dem sehr verschlungenen Heimweg griff ich mutig ein Weinglas, das auf einem Fensterbrett stand gegen welches sich ein junger Mann lehnte, und nuschelte ihm augenzwinkernd: "Du hasch doch nix dagegen." zu, ehe ich einen tüchtigen Schluck nahm. Der junge Mann hatte nichts dagegen und als einer seiner Kumpels fragte, ob bei uns da alles in Ordnung wäre, antwortete er nur. "Alles klar. Kein Problem."
Das Problem hatte ich, so geschätzte zwei Stunden später, zuhause. Ich versank im Fussboden. Meine Füße waren weg und unter mir war nur nachgebendes Nichts. Ich fühlte keinen Halt mehr. Vor Schreck fiel ich auf die Knie und stützte mich mit den Händen auf. Aber auch die waren nicht mehr da und es gab nichts, das sie greifen können hätten. Auch als ich schließlich im Bett lag, gab dieses unter mir nach. Ich geriet in scharlachrote Panik ... war aber zum Glück so besoffen, dass ich einschlief.
An diese Erfahrung (auf welcher Droge war der junge Mann wohl?) musste ich am Ende des Films denken. Was passiert, wenn der Mensch den Tastsinn verliert? Wenn er nichts mehr in Händen hält? Wenn die Erde unter ihm nicht mehr existiert?
Gibt es ein Leben nach dem Tod, oder lauert dort der blanke Wahnsinn? ...
Gibt es ein Leben nach dem Tod, oder lauert dort der blanke Wahnsinn? ...
Ein PS: Gestern sah ich eine Sendung (BBC) über Lepra. Darin kam zur Sprache, dass Leprakranke, durch das Absterben der Nerven in den betroffenen Gliedmaßen das Gefühl verlieren, den Tastsinn also. Deshalb stürzen sie häufig ...
kay, ich verrate den Schluss, waEinhrscheinlichs sich sowieso niemand diesen Film an E
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