Posts mit dem Label Spiegel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spiegel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 26. Februar 2015

Selfie

Vor einigen Minuten habe ich einen "Status" in meiner "Chronik" auf Facebook "geposted". (Man gewöhnt sich immer mehr an, als man sich abgewöhnt. Originalzitat gelang) Es ging um Selfies, oder Selbstporträts, wie das früher hieß. Früher hieß früher übrigens: Zu meiner Zeit. ... Jaja, es gibt vieles worüber man nachdenken könnte. Aber dann müsste man vorher überhaupt erst einmal denken können. ... Ich schweife ab.
Also hier ist mein Facebook "Was machst Du gerade" (Darauf habe ich schon geantwortet: "Das Krumme", aber das kam überhaupt nicht an.) Eintrag:





























"Wenn Du Dich selbst sehen willst, schau nicht in den Spiegel oder eine Kamera, sieh in die Augen derer die Dich anschauen und Du wirst viel "Selbst" sehen. Und die Wahrheit."
Okay, das ist Allerweltsphilosophisch, aber es stimmt.
Und mehr wollte ich damit gar nicht sagen.
Wie sehen sich eigentlich Blinde selbst ...?

Sonntag, 12. Oktober 2014

Hinterkopfgedichte

  Die Schwäne  



Schwanentage

Stundengewölbe,
daunenweich,
willenlos hintreibend
in die Spiegelung eigener Schönheit
im Wasserblick der Geliebten.





Narziss

Hinhalsend,
eigener Wärme Hauch suchend,
vergeht er in Daunenträumen, 
nicht ahnend 
 seine betörende Schönheit
im zitternden Spiegelbild.



gelang 1988



Donnerstag, 6. Februar 2014

Allein sein






































Im Jahr 1982 stellte ich mir die Frage:
Lebt eigentlich die Garbo noch, oder hat sie nie gelebt? 
Siehe oben. 
Ich nahm als Ausgangspunkt einen zertrümmerten Autoseitenspiegel, den ich im Kehricht fand, eine ausgediente Sonnenbrille, eine abgebrannte Wunderkerze, Kaugummi, Modeschmuck, Filmstreifen, eine erloschene Kerze, eine defekte Uhr ... Symbole der offensichtlichen Vergänglichkeit …
Und ich bastelte mir so eine "Garbo". Siehe oben! 
Da ist auch dieses Stellrad, unten, an dem man die Gefühle regulieren kann/könnte, wenn sie nicht blockiert wären … in dem  zertrümmerten Spiegel sieht man immer, wenn man die Collage fotografiert, ein Abbild der Gegenwart. … 
Die wirkliche `Frage´, die sich mir damals stellte, und heute immer mehr, ist die Aussage Greta Garbos: 
"Ich möchte allein sein."
Man hat ihr diesen Satz übel genommen. Sie sei asozial, menschenfeindlich, unfreundlich, eben "schwedisch", wobei man dann assoziierte: blond, kalt, verschlossen. In Wirklichkeit sagte man: Allein sein wollen ist nicht normal!
Es gibt in dieser Collage ein unauffälliges Detail. Auf dem "Stellrad der Gefühle" ist eine Halbfigur montiert, mit dem Rücken zum Betrachter. Das Gesicht ist nur im Spiegel zu erkennen, und nur in einem bestimmten Winkel. Das war/ist "meine" Garbo. Siehe unten.




























Auch  in diesem Bild sieht man die "Gegenwart", die von mir gehaltene Kamera. Das war das Leben der Garbo: Immer im Blickpunkt, immer beobachtet. immer detaillierter …




























Bis sie eines Tages genug davon hatte und sagte: "Verpisst euch!" 
Na ja, sie war ja eine "Frau", nicht eine Kreatur aus dem "Dschungel Camp", und sagte eben nur: "I want to be alone." Lasst mich in Ruhe. "Leave me alone:"
"Alleine" gelassen werden zu wollen akzeptiert die "Gesellschaft" nicht. Deshalb ist sie ja die Gesellschaft. Aber auch Individuen akzeptieren das nicht. Allein sein ist out! Angeblich hat ja Gott die Frau nur erschaffen, weil er dachte, dass Adam allein nicht genug wäre. Man kann darüber denken wie man will, und nachdem Gott die Frau aus dem Adam geschaffen hat, ist  … auf jeden Fall kann man den Anspruch auf allein sein wollen nicht legal gegenschöpferisch finden.
Ich bin gern allein!
Darum geht es hier. Ich bin nicht "einsam" wenn ich alleine bin, ich bin glücklich!
Das wird zwar vom Gros meiner Umwelt nicht verstanden, sogar missverstanden, eben als A-sozialität, sogar von Klosterfrauen, die ja eigentlich mit "Einkehr" vertraut sein müssten, … aber sie sind halt auch nur Menschen. 
Ich bin gerne allein und ich bin nie "einsam". Dieser "Zustand" ist mir völlig fremd. Allein heißt: ich bin im All ein. Wie könnte ich da ein sam sein? Das Gefühl der Einsamkeit muss so von Gott losgelöst sein, dass es nur in sich selbst gründet. Und ich glaube an Gott. Ich kann nicht einsam sein. 
Ich bin gerne allein. Mit mir. Mit meinen Gedanken. Mit meinem Leben. Und ich möchte mich nicht dafür rechtfertigen oder entschuldigen müssen.
"Leave me alone." heißt: "Lasst mich ich sein!"




























Ich lasse auch euch ihr sein!





































1983 entstand diese Collage "Requiem für eine tote Amsel". 
Tausend Lieder bleiben stumm in dir,
groß der Schmerz in mir.