Posts mit dem Label Freiheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Freiheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 22. November 2015

Das Leben ist kein Zoo




























Das Leben ist ein Zoo. 
Wir sind darin zu sehen,
aber sehen wir uns? 

Arme gefangene Tiere!
Euer Leben ist beschützt
aber beschränkt.

So ging es mir
bis vor kurzer Zeit.
Jetzt bin ich frei!

Das Leben ist ein Zoo.
Wer öffnet die Türen?
Wer hilft den Befreiten?

Geh nie zurück
weil es dort bequem war.

Frei sein ist nicht bequem,
es ist das Leben!

Das Leben ist kein Zoo.
Die Türen sind offen.
Wage die Freiheit!


gelang 2015

Samstag, 3. Oktober 2015

Dirndlwahnsinn


Er ist wieder ausgebrochen, so quasi über Nacht. Das erinnert mich an meine Zeit in der US Navy. Nicht dass man dort Dirndl trug! Nein, es gab da eine stets wiederkehrende Seuche, die ich das "Mustachio-Fever" taufte. Jedes Jahr, wenn unser turn im Mittelmehr an der Reihe war (mindestens drei, meist aber sechs Monate lang) brach es auf allen Schiffen aus. Auf jeder Oberlippe wuchs ein Schatten heran, der schon nach einer Woche seine eindeutige Absicht zeigte. Die Männer ließen Schnurrbärte stehen. Das war nicht verboten, also was soll's. Zuhause duldeten die Ehefrauen wohl kein kratzendes Gesicht und die europäischen Frauen, sie hieß es in Mannschaftskreisen, mochten nur bärtige Männer ... Auf der Rückfahrt verschwand das Phänomen auch wieder über Nacht.
Und das ist der Dirndlwahnsinn, der zwei mal im Jahr die Bevölkerung Süddeutschlands heimsucht. Immer im Frühjahr und im Herbst. Frühlings- oder Volksfestzeit.






Es ist nicht so, dass Dirndlzwang besteht, nein! Dagegen würden Mann und Frau sich wehren!!! Es gibt auch noch keine Dirndlsolidaritätssteuer, aber die kommt noch. Dirndl bedeutet Freiheit!

Ich lege eine kurze Gedenkminute ein. Heute ist Tag der Deutschen Einheit ... oder heißt der Wiedervereinigungstag? Keine Ahnung. Zum Glück bin ich kein Flüchtling (noch nicht!) der einen Deutschbürgereignungstest bestehen muss.

Zurück zum Dirndlwahnsinn. Für die Modebranche ist das natürlich ein kolossaler Hypeschub. Gibt es das Wort und wenn ja, was bedeutet es? Egal, auf jeden Fall ist mit folkloristischer Bekleidung viel Kohle zu machen. Allerdings sollte man nicht nur den Sektor Junge Ausgeflippte bedienen, sonst droht schnell der Ausverkauf.


Tagtäglich schwappt die Welle aus dem Umland Zugereister auf die Stuttgarter Bahnsteige. Nachtnächtlich schwankt sie zurück. So manches Dirndl und noch mehr Lederhosen haben dann ihren Charme eingebüßt.


Übrigens kann der Nichtdirndlträger (ich inklusiere hier einfach einmal die Herren in Krachleder) sich in der Großen Schalterhalle noch schnell unauffällig in die Dirndlbesessenen einreihen.
Ich hatte als Kind eine Lederhose. Es war nach dem Krieg. Sie war durabel. Ich war der Einzige unter meinen Schulkameraden der eine tragen musste. Ich habe mich sehr geschämt.



Wie dem auch sei und sei's drum: Freut euch des Dirndls. Und kauft euch ein billiges! Schon morgen kann sich die Mode ändern. Und das Pendel der Zeit fegt gnadenlos über alle Moden hinweg. 
Krachlederne halten allerdings ewig, also Männer: Haltet sie in Ehren, auch wenn sie nicht mehr gut riechen!

Und noch ein Nachgedanke zum 3. Oktober:































Samstag, 26. September 2015

Das Recht auf Einsamkeit


Aktenzeichen XY ... ungelöst brachte es an den Tag: Eine junge Frau verschwand eines Tages aus ihrem Elternhaus ohne eine Erklärung abzugeben. Sie wurde als vermisst gemeldet und schließlich, nach der gesetzlich vorgeschriebenen Frist, als tot erklärt.


Jetzt hat sich herausgestellt, dass sie lebt und mit ihrem Leben anscheinend zufrieden ist, denn sie lehnt eine "Wiederaufnahme" der Familienbeziehung strikt ab. Warum sie damals so sang- und klanglos verschwand, will sie auch nicht erklären. Sie möchte einfach ihr Leben ungestört, in der ihr zustehenden Freiheit leben. Das verstehen die Mutter und der Bruder nicht und der befragte Psychologe gibt die branchenüblichen Banalitäten von sich, die in der Aussage gipfeln:



"Und dann gibt es kein Zurück, weil sie vor Scham vergeht." Wie lange muss man eigentlich studieren, um solchen Schwachsinn von sich zu geben? Und dann fragt sich der Normalgesunde schon, woher die Psychologie all die vielen "Krankheitsbilder" nimmt, in diesem Fall "Dissoziative Fugue". Das sei das "Ich bin mal eben Zigarettenholen"-Phänomen. Wie abgefahren außerirdisch muss man denken, um sich so etwas einfallen zu lassen? Unter welchen Phänomenen, Krankheitsbildern und Seelischen Störungen leiden Psychologen und fühlen sich dabei pudelwohl, weil sie damit ja ihr Geld verdienen? Müssten sie unter der Last dessen was sie anderen attestieren nicht zusammenbrechen, wenn sie sich selbst analysieren würden?









Jeder der sich fragt, ob es gesetzlich zugelassen ist, ohne das menschliche Bedürfnis zu berücksichtigen, sich frei zu entfalten und so zu leben wie es ihm beliebt, wenn es nicht gegen das Gesetz verstößt, also einfach seine Freiheit von der Familie und der Gesellschaft zu suchen und zu verwirklichen, sollte das Grundgesetz lesen.
Leben ist kein psychologisch katalogisierbarer, in Schubladen verstauter Prozess, sondern der Freiflug eines Vogels. Wer dieses Leben stört, verstößt gegen die Gesetze der Natur und gegen diese ist der Mensch machtlos, weil er sie nicht macht.
Ich erwähne es ungern, weil ich selbst davon betroffen bin, aber Jahrzehntelang galt Homosexualität als Krankheit. Plötzlich ist es keine mehr, sondern ganz natürlich. (Weil auch viele Psychologen homosexuell sind?)  Könnte es sein, dass Menschen die schlicht und ergreifend alleine sein wollen, nicht unter Dissoziative Fugue oder Ich bin mal eben Zigarettenholen-Phänomen leiden, sondern einfach die Nase voll haben und ihren eigenen, den von ihnen selbst gewollten Weg gehen? Unser Leben ist so voll von Zwängen, die Psychologie kann davon ein Lied singen und mit deren "Behandlung" viel Geld verdienen. Vielleicht sollte sie einmal über den Zwang zur Psychologie nachdenken? 
Eine Hoffnung bleibt natürlich, nämlich die, dass die aussterbenden Berufe vor der Psychologie nicht Halt machen. Krank macht, was Dich krank redet! Ich habe es erfahren!!!
Zum Schluss noch ein Zitat von Schiller, der ja auch einiges erleben musste, das ihn zur Flucht bewog. Und er ist nie in den Schoß der Familie zurückgekehrt. Er ging mal eben Zigarettenholen.
Der arme psychisch Kranke!