Freitag, 14. November 2014

Deutsche Sprache - schwere Sprache

Nehmen wir einmal das Wort wahrnehmen.
Ist das von mir wahrgenommene mein Besitz? Ich habe es auf jeden Fall, laut Wortlaut, genommen, also habe ich es irgendwo in mir ... oder so ähnlich. Es sei denn ich hätte etwas wahrhaftig genommen, dann würde es an mir haften und, hätte ich nicht dafür bezahlt, mich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht. Wahrscheinlich würde ich mit einer Bewährungsstrafe davon kommen, wenn ich eine wahrheitsgemäße Erklärung dafür abgeben könnte wie ich wahrscheinlich wirklich in den an mir haftenden Besitz gekommen bin. Das wäre aber unwa(h)rscheinlich weil ich ja nicht erklären kann, wie "Wahrhaftig" funktioniert. 
Die Deutschen haben ein Sprachproblem!
Das fängt schon bei der Wahrheit an. 
Was soll das? Was ist "heit"
Die Engländer sagen Truth, die Franzosen Veritè , oder é, und alle anderen Sprachen bemühen, so weit ich weiß, auch keine zweite Silbe um Wahr zu sagen. Nur wir Deutschen können uns nicht mit Wahr begnügen, wir brauchen noch heit. Was immer das heißen mag?
Da soll sich ein nicht der deutschen Sprache von der Mutterbrust her Mächtiger zurechtfinden?!
"Ich schwöre die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit."
Hm ...
"Ich schwöre Wahr zu sagen ..."
Oweia!
Wahrsagen! Da sind wir ja wieder bei den Druiden gelandet. Schnell her mit dem/die/das heit.
Jetzt erklärt das mal alles den Zuwanderern. 
Übrigens: Mit dem Wort wahrscheinlich habe ich die größten Probleme.

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