Laut meinem Übersetzungs-App heißt das auf: Deutsch: "Goodbye Istanbul". So lernt man die eigene Sprache kennen. Eingegeben hatte ich ja `Lebe wohl, Istanbul´, aber das ist wahrscheinlich keine korrekte Formulierung, vielleicht hätte ich das Komma weglassen sollen. Das habe ich dann versucht, rein Spaßeshalber, mit einem Ausrufezeichen: Lebe wohl Istanbul!
Das Programm dachte anscheinend, Spaß kannst Du haben und:
Das Programm dachte anscheinend, Spaß kannst Du haben und:
So lernt man die Welt kennen, dachte ich. Von Istanbul ist es nur ein Katzensprung nach London, rein Übersetzungstechnisch gesehen. Oder steckt mehr dahinter? Will mir das Schicksal einen Wink geben und mein nächstes Reiseziel bestimmen? Aber nach London zieht mich so rein gar nichts. Nicht dass ich nicht schon dort gewesen wäre, London ist nicht schlecht, tolle Musicals ... aber die Stadt hat nicht den Venedigeffekt, der mich zurück ziehen möchte. ... Also:
Lebe wohl Istanbul!
Diese Formulierung hat zwar etwas endgültiges, leicht schmerzliches, als beschreibe sie ein Ende. Aber so meine ich das nicht. Ich wünsche der Stadt alles Gute, damit sie bei meinem nächsten Besuch nicht zu sehr zum Negativen verändert sei. (Rein interessehalber gab ich dem Übersetzungszauberer, anders kann ich das Programm nicht mehr nennen, `lebe´ ein, was er als `live´ ins "Türkische" übersetzte; `wohl´ wurde als `muhtemelen´ vorgeschlagen, das aber, beim Zurück-übersetzen, `wahrscheinlich´ heißt. Man stelle sich die diplomatischen Konsequenzen vor, wenn ich einen Brief, von dieser Maschine übersetzt an, sagen wir mal, das Türkische Staatsoberhaupt schreiben würde!)
Lebt wohl `fliegende Händler´.
Lebt wohl Touristenströme.
Lebt wohl nicht gesehene Sehenswürdigkeiten ...
Maşallah!
Gepackt hatte ich ja am Vorabend und in der Küche entsorgte ich das leicht Verderbliche und das in nur geringen Resten Übrige und hinterließ das Klopapier und die Wäscheklammern den Nachmietern. Hoffentlich hat sie die Reinemachefrau nicht mitgenommen, zusammen mit den noch original verpackten Lebensmitteln, dem beinahe noch ein Kilo wiegenden Zucker ... Salz war in ebensolcher Menge noch von den Vorgängern da. ...
Bei BIM gibt es diese "Grundluxusgüter" nur in großen Gebinden, 1 Kilo eben. Ich hatte mir Zucker, für Tee und Kaffee, gleich am ersten Tag in ein Glas abgefüllt und den Beutel Restzucker in eine Schublade, oder ein Schrankfach in der Küchenzeile verstaut. Ordentlich wie ich bin, stellte ich auch das Glas mit Zucker, nach Gebrauch, dachte ich, in ein Fach hinter eine der Hängeschranktüren. Am nächsten Morgen konnte ich es nicht finden. Der Kaffee drohte kalt zu werden. Also nahm ich den Beutel aus der Schublade, füllte ein anderes Glas und zuckerte meinen Kaffee. Wie gesagt: Die Vormieter hatten, freundlicherweise, einen Beutel Salz in einer der Schubladen hinterlassen ... Von da an testete ich immer erst das Glas auf seinen Inhalt, weil ein mit zwei Teelöffeln gesalzener Kaffee den ganzen Tag verderben kann! ...
Um 10:30 gab ich die Schlüssel ab. Der Besitzer, Ögün, war gar nicht da und die Frau, die seine Wohnungstür öffnete, die "Reinemachefrau?", verstand nur "Check out" und nicht, dass ich sie fragte, ob sie die Wohnung kontrollieren wolle. Sie ließ mich, mit freundlichem Lächeln, gehen.
Das war's also. Good bye Aksaray!
Metro zum Flughafen fast leer. Flughafen nicht überlaufen, so dass kein Gefühl der Bedrängnis entstand, das ich befürchtet hatte im Hinblick auf die Menschenmassen, die bei meiner Ankunft in Istanbul erdrückend wirkten. Eingangskontrolle ohne Piepsen, kein Metall an mir. (Ob Goldzähne wohl Alarm schlagen?) Wohin. Die meisten Reisenden nahmen die Rolltreppen nach oben und ich schloss mich ihnen an. Dann erkannte ich den Level als den, auf dem die Abfertigungen stattfinden. Check In heißt das.
Da war ich also um 11:30. Der Abflug sollte um 15:35 sein. 4 Stunden warten, den Koffer im Schlepptau ... Hinter einer Absperrung stand "Baggage Deposit". Gut! dachte ich. "For Business Class" stand auch noch dabei. ...
Als vor vielen, sehr vielen Jahren der Kater Alex meines Freundes P. gestorben war, brauchte ich, nachdem ich erst kurz zuvor meine Wohnung bezogen hatte, eine Waschmaschine. Alex war ein rot getigerter Perserkater und allen sehr ans Herz gewachsen. Hinter der Druckerei in der ich damals arbeitete, befand sich eine Steinmetz Werkstatt in der Gedenksteine für den naheliegenden Friedhof steingemetzt wurden. Da kam mir die Idee, Alex in Cannstadter Travertin meißeln zu lassen. Der Stein hat die gleiche orangerote Farbe. Ein Foto des Katers genügte und die Vorgabe, dass er in typischer Schlafhaltung einer Katze dargestellt werden solle, also in sich selbst versunken, quasi. "Gar kein Problem", sagte der junge Steinmetz und machte mir einen Kostenvoranschlag. Die Waschmaschine musste ich auf die Warteliste setzen. ...
Der Urlaub in Istanbul war nicht billig und ich hatte längst den Überblick meiner beiden Bankkonten verloren, von denen ich abwechselnd Geld abhob. Mit der gleichen Unvoreingenommenheit wie bei der Bestellung des Gedenksteins, der sehr gelungen ist, entschloss ich mich kurzerhand mein Ticket upzugraden auf Business-Class. Ein bisschen mulmig war mir schon, als ich die Geheimzahl der VISA-Karte eintippte. Wenn da keine Deckung vorhanden wäre, könnte es peinlich für mich sein. Es war nicht peinlich und fünf Minuten später sagte der freundliche Sicherheitsmann, den ich fragte, ob ich denn hier auch das Gepäck für den Flug nach Stuttgart abgeben könne: "Schduddagard? Yes."
Es war der Check in. Ich bekam den Fensterplatz den ich haben wollte und meine Boarding Card. Und war frei von Gepäck!
Ein bisschen schlenderte ich durch die unermessliche Weite des Flughafens, Stuttgart ist eben doch wesentlich kleiner! und sah mir die anderen Reisenden an, die sich überall hingelagert hatten, wo sie nur ein Plätzchen finden konnten. Ganze Völkergruppen, in den unterschiedlichsten Gewändern, viele Frauen verschleiert, viele Männer mit Prophetenbärten, bedeckten den Boden, als befände man sich im Sommer auf dem Stuttgarter Schlossplatz, oder in einer Flüchtlingskolonie.
Hatte der Mann am Check-In nicht etwas von einer Lounge geredet, die Turkish Airlines irgendwo "unten" habe? Ich fand sie ... und traute mich erst einmal gar nicht hinein, kurzärmelig und mit Jeans! Das sieht alles so unglaublich chic aus, sicher ist das für eine noch höhere als die Business Class? dachte ich. Nachdem ich eine Weile beobachtet hatte, wie andere den Zutrittt schafften, nämlich indem sie den Strich-Code ihrer Boarding-Card einscannen ließen, wagte ich den Versuch und:
Autorennen gefällig? Falls Sie keinen "Gegner" dabei haben, stellt sich gerne eine Hostess zur Verfügung. Videospiele? Wir habe sie alle! Und Getränke sind gleich um die Ecke ...
man gleichzeitig anschauen?
Come in and find out!
Die Welt von Morgen war gestern.
Als mein Flug auf der Anzeige erscheint, hier gibt es keine ordinären Lautsprecherdurchsagen, tut es mir beinahe leid, dass er nicht verspätet abgeht. ...
Aber den Flug habe ich ja noch vor mir!
Also auf zum Gate!
Lebt wohl Touristenströme.
Lebt wohl nicht gesehene Sehenswürdigkeiten ...
Maşallah!
Gepackt hatte ich ja am Vorabend und in der Küche entsorgte ich das leicht Verderbliche und das in nur geringen Resten Übrige und hinterließ das Klopapier und die Wäscheklammern den Nachmietern. Hoffentlich hat sie die Reinemachefrau nicht mitgenommen, zusammen mit den noch original verpackten Lebensmitteln, dem beinahe noch ein Kilo wiegenden Zucker ... Salz war in ebensolcher Menge noch von den Vorgängern da. ...
Bei BIM gibt es diese "Grundluxusgüter" nur in großen Gebinden, 1 Kilo eben. Ich hatte mir Zucker, für Tee und Kaffee, gleich am ersten Tag in ein Glas abgefüllt und den Beutel Restzucker in eine Schublade, oder ein Schrankfach in der Küchenzeile verstaut. Ordentlich wie ich bin, stellte ich auch das Glas mit Zucker, nach Gebrauch, dachte ich, in ein Fach hinter eine der Hängeschranktüren. Am nächsten Morgen konnte ich es nicht finden. Der Kaffee drohte kalt zu werden. Also nahm ich den Beutel aus der Schublade, füllte ein anderes Glas und zuckerte meinen Kaffee. Wie gesagt: Die Vormieter hatten, freundlicherweise, einen Beutel Salz in einer der Schubladen hinterlassen ... Von da an testete ich immer erst das Glas auf seinen Inhalt, weil ein mit zwei Teelöffeln gesalzener Kaffee den ganzen Tag verderben kann! ...
Um 10:30 gab ich die Schlüssel ab. Der Besitzer, Ögün, war gar nicht da und die Frau, die seine Wohnungstür öffnete, die "Reinemachefrau?", verstand nur "Check out" und nicht, dass ich sie fragte, ob sie die Wohnung kontrollieren wolle. Sie ließ mich, mit freundlichem Lächeln, gehen.
Das war's also. Good bye Aksaray!
Metro zum Flughafen fast leer. Flughafen nicht überlaufen, so dass kein Gefühl der Bedrängnis entstand, das ich befürchtet hatte im Hinblick auf die Menschenmassen, die bei meiner Ankunft in Istanbul erdrückend wirkten. Eingangskontrolle ohne Piepsen, kein Metall an mir. (Ob Goldzähne wohl Alarm schlagen?) Wohin. Die meisten Reisenden nahmen die Rolltreppen nach oben und ich schloss mich ihnen an. Dann erkannte ich den Level als den, auf dem die Abfertigungen stattfinden. Check In heißt das.
Da war ich also um 11:30. Der Abflug sollte um 15:35 sein. 4 Stunden warten, den Koffer im Schlepptau ... Hinter einer Absperrung stand "Baggage Deposit". Gut! dachte ich. "For Business Class" stand auch noch dabei. ...
Als vor vielen, sehr vielen Jahren der Kater Alex meines Freundes P. gestorben war, brauchte ich, nachdem ich erst kurz zuvor meine Wohnung bezogen hatte, eine Waschmaschine. Alex war ein rot getigerter Perserkater und allen sehr ans Herz gewachsen. Hinter der Druckerei in der ich damals arbeitete, befand sich eine Steinmetz Werkstatt in der Gedenksteine für den naheliegenden Friedhof steingemetzt wurden. Da kam mir die Idee, Alex in Cannstadter Travertin meißeln zu lassen. Der Stein hat die gleiche orangerote Farbe. Ein Foto des Katers genügte und die Vorgabe, dass er in typischer Schlafhaltung einer Katze dargestellt werden solle, also in sich selbst versunken, quasi. "Gar kein Problem", sagte der junge Steinmetz und machte mir einen Kostenvoranschlag. Die Waschmaschine musste ich auf die Warteliste setzen. ...
Der Urlaub in Istanbul war nicht billig und ich hatte längst den Überblick meiner beiden Bankkonten verloren, von denen ich abwechselnd Geld abhob. Mit der gleichen Unvoreingenommenheit wie bei der Bestellung des Gedenksteins, der sehr gelungen ist, entschloss ich mich kurzerhand mein Ticket upzugraden auf Business-Class. Ein bisschen mulmig war mir schon, als ich die Geheimzahl der VISA-Karte eintippte. Wenn da keine Deckung vorhanden wäre, könnte es peinlich für mich sein. Es war nicht peinlich und fünf Minuten später sagte der freundliche Sicherheitsmann, den ich fragte, ob ich denn hier auch das Gepäck für den Flug nach Stuttgart abgeben könne: "Schduddagard? Yes."
Es war der Check in. Ich bekam den Fensterplatz den ich haben wollte und meine Boarding Card. Und war frei von Gepäck!
Ein bisschen schlenderte ich durch die unermessliche Weite des Flughafens, Stuttgart ist eben doch wesentlich kleiner! und sah mir die anderen Reisenden an, die sich überall hingelagert hatten, wo sie nur ein Plätzchen finden konnten. Ganze Völkergruppen, in den unterschiedlichsten Gewändern, viele Frauen verschleiert, viele Männer mit Prophetenbärten, bedeckten den Boden, als befände man sich im Sommer auf dem Stuttgarter Schlossplatz, oder in einer Flüchtlingskolonie.
Hatte der Mann am Check-In nicht etwas von einer Lounge geredet, die Turkish Airlines irgendwo "unten" habe? Ich fand sie ... und traute mich erst einmal gar nicht hinein, kurzärmelig und mit Jeans! Das sieht alles so unglaublich chic aus, sicher ist das für eine noch höhere als die Business Class? dachte ich. Nachdem ich eine Weile beobachtet hatte, wie andere den Zutrittt schafften, nämlich indem sie den Strich-Code ihrer Boarding-Card einscannen ließen, wagte ich den Versuch und:
Sesam öffne dich!
Ich bin im Schlaraffenwunderland!
Vom Hotel "Royal Wings" kenne ich ja "all inclusive". Schön, das ist auch nicht ärmlich, aber hier ist alles noch unärmlicher! Ob ich große Augen bekommen habe kann ich nicht beurteilen, aber dass ich staunend bin, habe ich bemerkt. Die vielen verschieden gestalteten Bereiche! Überall wird gebrutzelt, gegessen und getrunken was man sich nur vorstellen kann! PCs zur freien Nutzung, Wi-Fi ohne Ende, Filme, eine Carrera-Rennbahn, Ruhebereiche ... Ein Zauberschloss! Kein Wunder dass ich mir, bei all den Spiegeln, wie in "Alice through the looking glass" vorkam.
Das hier ist eine Welt für sich. Hunger, Durst, Konflikte .... Denkt man hier daran? Ich kann mich nicht erinnern was ich alles dachte, aber es war nichts Belastendes, das ließ die Umgebung einfach nicht zu.
Das "Vestibül" der Herrentoilette!
Duftwässer verschiedenster
olfaktorischer Genüsse stehen
zwischen
"live" Orchideen bereit.
Tausend und eine Nacht!
Autorennen gefällig? Falls Sie keinen "Gegner" dabei haben, stellt sich gerne eine Hostess zur Verfügung. Videospiele? Wir habe sie alle! Und Getränke sind gleich um die Ecke ...
"O show us the way to the next whiskey bar ..."
Wie viele Filme kannman gleichzeitig anschauen?
Come in and find out!
Die Welt von Morgen war gestern.
Als mein Flug auf der Anzeige erscheint, hier gibt es keine ordinären Lautsprecherdurchsagen, tut es mir beinahe leid, dass er nicht verspätet abgeht. ...
Aber den Flug habe ich ja noch vor mir!
Also auf zum Gate!

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